Der Beruf PflegerIn: Emotional, hart, unglaublich erfüllend

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Die 23-Jährige arbeitet in Mannheim in der Intensivpflege. Dort versorgt sie unter hohem Druck und Zeitmangel Menschen - manchmal bis in den Tod.

„Mir geht es nah, wenn ich die pflegerische Betreuung aus Personalmangel nicht so leisten kann, wie ich das möchte. Unter diesen Umständen zu arbeiten ist sehr schade.“

Traurige und schöne Momente

„Man sieht hier viele Schicksale. Manche sind sehr schön, wenn man sieht, wie sich die Patienten entwickeln. Manche sind sehr traurig. Und man fühlt immer ein Stück mit. Das verändert einen schon.“


In dieser Nacht ist Sidney unter anderem für einen 84-Jährigen verantwortlich, der nach einem Treppensturz mit schweren Kopfverletzungen eingeliefert wurde. Er will nicht operiert werden. Das war sein letzter Wunsch, als er noch bei Bewusstsein war. Inzwischen sind alle Angehörigen und auch der Pfarrer bei ihm.

In Frieden gehen

„Das ist keine einfache Situation, auch wenn man den Patienten nicht kennt und noch nicht betreut hat. Das spielt da nicht wirklich eine Rolle. Denn es ist ein Menschenleben und es ist wichtig, dass man eine adäquate Betreuung leisten kann, damit er wenigstens einigermaßen in Frieden gehen kann.“

Für Sidney heißt das in erster Linie, dafür zu sorgen, dass der Sterbende keine Schmerzen hat und sich um die Angehörigen zu kümmern.

„Eigentlich ist eine Intensivpflegekraft für zwei Patienten verantwortlich. Aber aufgrund der personellen Besetzung und Krankheitsausfällen ist es auch so, dass wir mehr Patienten betreuen.“

Zu wenig Zeit

Die Begegnung mit dem Tod, der Kampf um ein Menschenleben: Das alles wäre einfacher, wenn sie mehr Zeit hätten, sagen alle auf ihrer Intensivstation. Trotzdem liebt Sidney ihre Arbeit. Sie kann sich nicht vorstellen, etwas anderes zu tun.

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