„Ich fühle mich immer noch als Kind“

Dauer

Tatort-Schauspieler Richy Müller erzählt vom Tod seiner Eltern. Und wie der Mannheimer bei der Schauspielerei landete.

„Irgendwann sagte jemand zu mir: Sag mal, geh doch auf eine Schauspielschule. Und das nur, weil ich in der Schule ein Witzeerzähler und Pausenclown war. Ich hab es dann einfach gemacht und genau das ist meine Begabung: Ich kann die Dinge sehen und angstfrei zugreifen.“

Richy Müller, 63, Tatort-Kommissar

„1975 saß ich mit meinen Freunden Uli und Daniel im Uni-Club und die kamen auf den Gedanken: Mensch, warum gehst du nicht auf eine Schauspielschule? Dann haben wir einen Plan geschmiedet und neun Monate später war ich in Bochum auf der Schauspielschule.“

Die Freunde aus dem Studium sind geblieben

„Bei meinem Freund Uli wurde vor zehn Jahren Parkinson diagnostiziert. Er war richtig am Ende. Letztes Jahr hat er sich am Kopf operieren lassen. Er ist jetzt absolut zitterfrei und hört sich an wie ein Dreißigjähriger. Als ich vor acht Jahren in Karlsruhe wieder angefangen habe Theater zu spielen, kamen Uli und Daniel vorbei. Nachdem die Vorstellung gelaufen war, sagte Daniel zu mir: Für mich hat sich jetzt der Kreis geschlossen.“

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