Sascha macht Theater

Sascha macht Theater

Ein grauhaariger sitzt in einem Mannheimer Café. (Foto: SWR)
Sascha im Café Prag in Mannheim.
Sascha im Café Prag in Mannheim.
Sascha im Café Prag in Mannheim.
Sascha im Mannheimer Café Prag.

Sascha hat früher als Regisseur und Schauspieler gearbeitet. Heute setzt er sich hinter den Kulissen für die Theaterszene ein. Dabei versucht er stets den Weitblick zu bewahren.

„Ich bin kein Choreograf und auch kein Tänzer, aber ich fand es einfach wichtig, diese Leerstelle zu füllen. Da habe ich mich dann einfach selbst ermächtigt und gesagt: Okay, ich mach da ein Theater!“

Sascha, Theaterbetreiber aus Mannheim

Sascha sitzt im Café Prag in Mannheim. „Ich bin Anfang der 90er so ein Kaffeehausgänger geworden, in Zagreb. Meine damalige Freundin hat dort den ganzen Tag am Theater gearbeitet. Während sie arbeiten war, habe ich mich dann durch die Kaffeehäuser getrunken.“ Mittlerweile kommt Sascha vier- bis fünfmal die Woche hierher. „Das ist einer der Treffpunkte der Kulturszene: die Musikschule ist um die Ecke, das Reiss-Engelhorn-Museum und das Rathaus. Das ist schon ein guter Punkt!“ Sascha selbst hat ein kleines Theater.

„Choreografen, Regisseure oder auch Theatergruppen produzieren bei mir. Das sind alles Leute, die ihr Handwerk beherrschen und ich versuche, diese guten Leute zu fördern, um ihnen die Möglichkeit zu bieten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.“

Das Theater hat Sascha vor zehn Jahren eröffnet. Es ging ihm darum, die freie Tanzszene in Mannheim voranzubringen. „Ich bin zum Oberbürgermeister gegangen und habe um Unterstützung gebeten.“

Zuvor war er als Regisseur und Schauspieler tätig, ist Vorstand in verschiedenen Verbänden in Baden-Württemberg und auch in einigen Gremien bundesweit aktiv.

„Da bekommst du so ein paar Entwicklungen mit. Und den Tanz voranzubringen, das hat einfach kein anderer getan. Ich kannte die Szene schon seit Mitte der 90er und habe gewusst, es macht keiner. Das sollte nicht an Mannheim vorübergehen."

„Wir hatten dann in den letzten Jahren viel Glück und sind im Süden eine große Nummer geworden. Eine bekannte Kritikerin von einer Tanzzeitschrift kam auf uns zu, ich habe gute Verbindungen zum Nationaltheater aufgebaut und ein Festival veranstaltet. Dann kam eins zum anderen. Es war von vornherein klar, dass es eine professionelle Geschichte wird.“

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