Sandra will das Leben in ihrem Stadtteil schöner machen

AUTOR/IN

Sandra will das Leben in ihrem Stadtteil schöner machen

Sandra ist Studentin und lebt in Mannheim in der Neckarstadt-West. Die Bevölkerungsmischung dort bringt sie dazu, sich zu engagieren.

Ich finde es schlimm, wenn andere Studierende in die Neckarstadt-West oder den Jungbusch ziehen, weil es dort günstig ist, und sich dann benehmen wie Sau.

Sandra, 24, Studentin

„Ich fühle mich sehr wohl in der Neckarstadt-West. Hier herrscht ein sehr angenehmes und sympathisches Klima; ein Querschnitt der Generationen und Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen. Überall Musik, Cafés, alternative Projekte und nicht nur so herausgeputzte Schickimicki-Bars.“

Das macht eine schöne Verbindung zwischen Wohnen und Leben und das finde ich gut!

„Ich studiere Sprache im Master und versuche mich nebenbei so viel wie möglich zu engagieren. Bei dieser großen Vielfalt an Menschen mit unterschiedlichen Sichtweisen auf die Welt und unterschiedlichen Werten ist es wichtig, sich zu engagieren. Dadurch kommt man mit anderen Menschen in eine friedliche Kooperation.“

„Ein respektvoller Umgang ist eine wichtige Grundlage, wenn viele verschiedene Menschen nebeneinander wohnen. Man muss sich nicht verstehen oder dieselbe Sprache sprechen, solange man jedem seinen Raum gibt und sagt: ‚Ok, ich respektiere, dass du da bist. Es ist gut, dass du da bist‘. So können wir nebeneinander leben, voneinander profitieren und uns gegenseitig positiv beeinflussen.“

Gerade in Mannheim ist das ja eine große Diskussion: ‚Wer darf wo sein?‘.

„Ich bin der Meinung, dass gut situierte Menschen nicht arrogant sein sollten und finde es schlimm, wenn andere Studierende in die Neckarstadt-West oder den Jungbusch ziehen, weil es dort günstig ist, und sich dann benehmen wie Sau - gerade wenn manche betrunken sind und überall hinpinkeln. Das ist einfach arrogant gegenüber den Locals.“

Man sollte Ansässige respektieren, unterstützen und auch dafür sorgen, dass es nicht dazu kommt, dass zu viele hippe Läden hier ihren Platz bekommen und damit alte, etablierte Läden verdrängen.

„Ich finde es schlimm, wenn die Locals schließen müssen und gleichzeitig Leute mit Geld die zweite oder sogar dritte Kneipe in der Neckarstadt-West aufmachen können.“

AUTOR/IN
STAND