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„Ich töte nicht aus Lust. Im Gegenteil, ich spüre dabei Demut und Respekt für das Leben.“

Der 28-jährige Boray Krätz ist jeden Tag in seinem Revier im Kreis Neuwied unterwegs. Auf seinen langen Spaziergängen durch den Wald beobachtet er die Natur und genießt die Ruhe. Auf dem Hochsitz braucht er viel Geduld. Es dauert oft Stunden oder sogar mehrere Tage, bis er ein Tier vor die Flinte bekommt.

„Ich liebe diese Momente morgens im Wald. Es ist für mich ein großes Geschenk, so nah mit der Natur zusammenarbeiten zu dürfen.“

Im Winter ist es aber in seinem Revier an mindestens zwei Tagen vorbei mit der Ruhe. Dann, wenn er zusammen mit befreundeten Jägern zur Drückjagd bläst. „Drückjagden müssen einfach sein. Nur so können viele Wildschweine, Rehe und Füchse in wenigen Stunden erlegt werden“, sagt Krätz:

„Wenn wir das nicht machen, vermehren sich die Tiere unkontrolliert, weil sie das ganze Jahr über Nahrung finden und keine natürlichen Feinde mehr haben.“

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