Vom kleinen Mädchen zur erfolgreichen Unternehmerin und Frauen-Supporterin

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Tijen aus Karlsruhe kämpft seit vielen Jahren erfolgreich für die Rechte von Frauen und Vielfalt in Unternehmen. Sie ist heute selbstständige Unternehmerin und sagt: Jede Frau kann es schaffen, wenn sie dafür kämpft. 

Unternehmerin Tijen aus Karlsruhe

Wenn wir Frauen nicht für Diversität und für Frauen an der Spitze einstehen, macht es keiner. Wir brauchen unsere eigenen Entscheidungstische.

Seit vielen Jahren setzt sich Tijen für Frauenrechte ein und berät verschiedene Unternehmen in Sachen Diversität. „Es geht nicht darum, die Frauen zu verändern – es geht darum, die Strukturen zu verändern. Für mehr Diversität in Unternehmen müssen sich die Unternehmen und deren Struktur verändern.“ 

Vorreiterin sein auf steinigem Weg 

Sie selbst sieht sich als ein Beispiel dafür, dass jede Frau es schaffen kann, auch wenn es lange dauern mag. „Die Erste in der Familie zu sein, die studiert, sich selbstständig macht oder einen völlig anderen Weg einschlägt, ist schwer. Es bedeutet aber eben auch, nicht die Letzte zu sein. Denn irgendjemand schaut zu und denkt sich: Jetzt kann ich es auch!“ Tijen ist als Tochter türkischer Eltern in einem Mehrfamilienhaus an einer vielbefahrenen Straße in Karlsruhe aufgewachsen. Viel Geld hatte die Familie nicht, dafür umso mehr Liebe. Tijen war schon immer sehr an Bildung interessiert und hat sich durchgesetzt – obwohl es immer wieder „mit Schmerzen verbunden“ war. Die Wirtschaftszeitung Handelsblatt sieht sie heute in den Top 100 der Frauen, die Deutschland voranbringen. Tijens Mutter ist sehr stolz auf sie. Früher habe ihre Tochter von ihr gelernt, heute lerne sie von ihrer Tochter, erklärt Mama Ayla.  

Ich kämpfe dafür, dass Frauen alles werden können, was sie werden wollen. Ob sie sich selbstständig machen, Karriere machen wollen oder nicht. Ich kämpfe dafür, dass wir irgendwann keine Quoten mehr brauchen.

Erfolgsrezept: Frauen untereinander vernetzen 

Eine Sache, mit der Tijen anderen Frauen helfen will, erfolgreich zu werden, ist Vernetzung. „Als Frauen müssen wir Sisterhood leben! Wir müssen unter Kolleginnen und Freundinnen über Geld sprechen und uns gegenseitig im Verhandeln stark machen.“ Auf Instagram teilt sie aber auch ganz persönliche Dinge: „Ich habe zwei Hunde, Pauli und Leo. Ich habe extreme Höhenangst und ich hasse es, Essen zu teilen! Mit mir Tapas essen geht nicht! Auf meiner Bucket List steht: Einmal Melinda Gates zu treffen, die ich extrem inspirierend finde.“ 

Tijen war auch schon bei SWR2 Tandem im Interview.

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SWR