In der Herberge Lebensweg finden Familien mit behinderten Kindern eine Auszeit

Dauer

Karin aus Illingen-Schützingen ist die Initiatorin der Familienherberge Lebensweg. In ihrem Haus möchte sie Familien mit schwerstkranken oder behinderten Kindern eine Auszeit von der physischen, psychischen und oft finanziellen Dauerbelastung gönnen.

„Ich habe schon ganz viele Gespräche mit Menschen geführt, die auch so ein Projekt stemmen wollen. Aber es ist einfach verdammt schwierig.“

Karin, Initiatorin der Familienherberge Lebensweg

Karin Eckstein ist gelernte Kinderkrankenschwester, Gesundheitspädagogin und Seelsorgerin. Im Laufe ihres Berufslebens lernte sie viele Familien kennen, die mit der Pflege ihres kranken Kindes immer wieder an die Grenzen der Belastbarkeit stießen. So wurde die Idee zur Familienherberge Lebensweg geboren.

„Ich wünsche mir, dass unsere Familienherberge immer voll ist und dass sich Gesetze dahingehend ändern, dass für Eltern diese Einrichtung als Reha anerkannt wird."

Ums Geld geht es Karin dabei nicht: "Wir wollen uns ja gar nicht bereichern. Wir wollen nur eine finanzielle Sicherheit, denn das ist auch eine große Sorge für die Mitarbeiter. Momentan müssen wir immer wieder um Gelder kämpfen.“

Harter und langer Weg

Eine gute Idee haben ist das eine, dranbleiben das andere. Heute sagt Karin: "Ich bin im Nachhinein froh, dass ich vorher nicht wusste, wie lange es dauert bis das Haus steht. Zehn Jahre musste ich durchhalten." Ihr Tipp: "Ausdauer haben, durchbeißen und erkundigen. Man muss vorher wirklich eine klare Vorstellung haben, wo man hinwill.“