Valentin: Mit Feuerwehrmontur im Rollstuhl

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Valentin aus Kieselbronn sitzt seit seiner Kindheit im Rollstuhl und dennoch fährt er Ski, spielt Basketball und engagiert sich bei der Freiwilligen Feuerwehr.

„Ich bin nicht bei der Feuerwehr, weil ich anderen gefallen möchte, sondern ich mache es für mich.“

Valentin, 17, Schüler

Valentin sitzt bereits seit seiner Kindheit im Rollstuhl, Auslöser war eine Hirnhautentzündung. Das hält ihn aber nicht davon ab, Dinge zu tun, die ihn faszinieren und ihm Spaß machen.

„Schon als kleines Kind haben mich die roten Autos der Feuerwehr begeistert. In der Jugendfeuerwehr bin ich, seitdem ich neun bin. Ich bin also damit aufgewachsen.“

„In der Feuerwehr bin ich im Hintergrund und mache vor allem Presse- und Jugendarbeit oder bei Einsätzen die Kommunikation mit der Leitstelle.“ In seiner Freizeit betreibt Valentin Leistungssport. „Beim Skifahren begeistert mich die Geschwindigkeit, aber auch die Ruhe, wenn man auf dem Gletscher steht. Das ist ein Gefühl von Freiheit. Beim Basketball ist es der Teamspirit und die Technik.“ Außerdem ist er Schülersprecher seiner Schule in Neckargemünd und Mitglied im Landesschülerbeirat von Baden-Württemberg.

„Meine Lehrer schätzen mein Engagement, sind aber nicht immer begeistert. Mir persönlich reicht es, wenn eine Zwei vorm Abischnitt steht, damit bin ich völlig zufrieden. Es muss kein Einser-Schnitt sein.“

Da Valentin seit seiner Kindheit im Rollstuhl sitzt und es auch gar nicht anders kennt, hat er kein Problem damit. Was ihn aber stört, sind die Blicke der Menschen in der Öffentlichkeit. Sie schauen zwar, fragen aber nicht nach.

„Deshalb freut es mich immer, wenn mich Leute über Social Media anschreiben. Vor allem auf Instagram bin ich sehr aktiv, dort zeig‘ ich auch viel von meinem Leben. Mich treibt mein Ehrgeiz an, aber auch das positive Feedback, das ich von anderen bekomme."

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