Opa Karl macht die besten Forellen

Dauer

Für Sven aus Rheinstetten etwas ganz Besonderes: Forelle mit Rieslingsoße nach Opas Art. Obwohl er mittlerweile schon erwachsen ist und eine eigene Familie hat, besucht der 25-Jährige seinen Opa regelmäßig – und das nicht nur wegen des guten Essens.

„Wenn ich freitags bei meinem Opa essen bin, gibt es meistens Fisch. Bei ihm schmeckt das immer super. Selbst meine Frau mag jetzt Fisch.“

Sven, 25, Enkel

Jeden Freitagnachmittag fährt Sven zusammen mit seiner Frau Anna und Töchterchen Tilda von Rheinstetten nach Karlsruhe, um Opa Karl zu besuchen. „Nach einer langen Arbeitswoche ist man froh, dass ein bisschen Familienzeit angesagt ist. Dass man gut reden kann mit dem Opa und dass man auch gut essen kann.“ Als Sven klein war, war er jeden Tag bei seinem Opa, die Eltern waren beide berufstätig. So besteht bis heute eine enge Verbindung zwischen den beiden.

„Mein Opa ist immer da. Ich könnte den nachts anrufen, er würde mir trotzdem helfen.“

Die Großeltern regelmäßig zu besuchen – das ist Sven wichtig. „Ich bin jede Woche da. Auch gerne mal abends, wenn ich Zeit habe. Ich fahre kurz zu meinen Großeltern, sage ‚hallo‘ und frage, ob alles gut ist. Es vergeht keine Woche, in der ich nicht dort bin.“

Familienvater sein

Vor fünf Monaten hat Sven eine eigene Familie gegründet, er ist Vater geworden. Das ist eine ganze neue Erfahrung für ihn. „Es hat sich schon einiges verändert, man ist nicht mehr so flexibel zum Beispiel. Früher konntest du einfach sagen: ‚Jetzt fährst du dahin.‘ Jetzt ist es so: ‚Wann kriegt sie Fläschchen, wann kriegt sie Brei, wann muss sie schlafen?‘ Das ist nicht mehr so einfach. Man hat Verantwortung, man ist jetzt Familienvater, ich bin ein noch junger Familienvater, aber es macht Spaß.“

Die eigene Kindheit

Eine besondere Erinnerung an seine eigene Kindheit hat Sven in Form seines Lieblingsgerichtes: Forelle mit Rieslingsoße. Wie das gekocht wird, will er nun von seinem Opa Karl lernen.

Forelle mit Rieslingsoße mit Gemüsereis, gekocht von Opa Karl (Foto: SWR)

Und ihn gleich doppelt beeindrucken: Den Fisch selbst kochen und erst mal selbst fangen. „Ich habe schon Bammel davor, wenn ich den Fisch ausnehmen und entgräten muss, sprich filetieren. Weil das habe ich noch nicht oft gemacht. Bzw. ist schon länger her, wo mein Opa mir das gezeigt hat. Da war ich noch klein. Da muss ich schauen, ob ich das genauso perfekt hinkriege wie er.“ Die Messlatte hängt hoch, denn Karl ist leidenschaftlicher Koch und hat jahrzehntelange Erfahrung. In seinem Wintergarten hat er sich sogar eine kleine Kochstelle eingerichtet. Hier tüftelt und experimentiert er gern und hier werden auch die Forellen zubereitet. Aber Sven ist bei aller Professionalität des Opas zuversichtlich: „Irgendwas wird’s gäba.“

Die ganze Folge von „Opa kocht am besten“