Kaffeebar statt Tafelschwamm

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Dauer

Johanna aus Ettlingen wollte Grundschullehrerin werden. Doch persönliche Verluste brachten ihren Traum ins Wanken. Kaffee rettete sie.

„In 10 Jahren möchte ich Kaffee-Sommelier sein.“

Johanna, 31, aus Ettlingen

Eigentlich ist Johanna von Beruf Grundschullehrerein. Doch im Studium wurden ihr viele Steine in den Weg gelegt. Dann starben auch noch ihr nahestehende Menschen ... und sie kam ins Grübeln.

„Es hat irgendwie nicht sollen sein. Und nachdem dieser Traum, als Grundschullehrerin zu arbeiten, ziemlich böse zerschellt ist, ging‘s mir ne Zeitlang danach auch sehr, sehr schlecht. Und dann noch die Todesfälle.“

„Man fängt an, anders über Dinge nachzudenken…. Das Café war wie ein Wink mit dem Zaunpfahl!“

In Wien den Kaffee lieben lernen

Mitten in der Fußgängerzone von Ettlingen stand dann ein Raum leer. Vier Wochen hatte sie Zeit, etwas daraus zu machen. Und sie hat es geschafft.Verrückterweise war Johanna schon 24 Jahre alt, als sie den ersten Kaffee getrunken hat, der ihr wirklich schmeckte. Das war in Wien. Dort hat sie sich zur Diplom-Kaffee-Expertin und Barista ausbilden lassen.

„Ich trinke sehr gerne hell geröstet Kaffee. Also der schön fruchtig ist. Viele verbinden bei einem Espresso das mit einer Säure, dass es sauer wirkt, aber das verschwindet ganz schnell.“

Der Name „Kleine Kaffeeblüte“ ist natürlich auch kein Zufall: Johanna hat sich immer ein kleines Café gewünscht – und Kaffeeblüte deshalb, weil Johannas Eltern immer sagen, dass sie so aufblüht, wenn`s um Kaffee geht.