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“Schaffe ich es, meine Hühner und Hähne, die ich als niedliche Küken gekauft, gefüttert und großgezogen habe, auch zu selbst schlachten?”

Zwei Jahre war die Hunsrücker Autorin Heike Gaudenti Vegetarierin. “Ich kann zwar ohne, vermisse aber ab und an ein gutes Stück Fleisch.” Sich nur aufzuregen über Massentierhaltung, ist nicht ihr Ding. Heike ist praktisch veranlagt und startete ein persönliches Experiment: die tierische Selbstversorgung. 

Selbstversorgung: Romantik oder harte Arbeit?

“Selbstversorger sein, das klingt so idyllisch, ist es aber nicht, wenn es um die Selbstversorgung mit Fleisch geht. Denn zu der gehört letztlich das Töten von Tieren.” Wie man ein Huhn richtig schlachtet, das lernte Heike auf dem Biobauernhof einer Freundin. Wie man damit klarkommt, Tiere zu töten, die man zuvor selbst aufgezogen hat, war wichtiger Teil ihres Selbstversuchs.

Heike hat darüber “Das tierische Selbstversorgerbuch” geschrieben. Darin erzählt sie auch von vier Ferkeln, die anfangs sehr niedlich und anhänglich waren und wie viel Arbeit es machte, sie artgerecht zu halten.

Die Schweine ließ sie später im eigenen Garten vom Metzger schlachten. Weitere Schweine will sie nicht halten. „Auch weil die persönliche Beziehung zu einem Schwein viel enger ist als die zu einem Huhn.“

Wirtschaftlich sei es übrigens nicht, ein Tier selbst aufzuziehen. Aber darum geht es ihr nicht, sondern um die Sicherheit, später ein Tier zu essen, „von dem ich sicher weiß, dass es ein gutes Leben gehabt hat.“

„Wer einmal ein Tier selbst aufgezogen, gefüttert, selbst geschlachtet, ausgenommen, zerlegt und schließlich auch zubereitet hat, der lernt den Wert des Fleisches zu schätzen."

Es hat mich Demut gelehrt, Demut vor dem Leben und Demut vor dem Sterben. Ich esse kaum noch Fleisch, aber ich esse es noch – einmal pro Woche. Und ja, es schmeckt mir nach wie vor sehr gut.“

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