Tätowierer "Mad Max"

Max Mirus (33), genannt „Mad Max“, kommt aus der Punkrock-Szene und wollte nach zehn – für ihn qualvollen – Jahren in der harten Arbeitswelt endlich viel Geld mit wenig Arbeit verdienen. Er wurde Tätowierer in Idar-Oberstein. Nach 11 Jahren in der Tattoo-Branche stellt er aber fest, dass er so richtig reich damit doch nicht werden wird. Trotzdem bleibt er dabei. Denn:

Meine Eltern waren ja froh, dass ich einen Job und ein Einkommen habe und mir die Arbeit Spaß macht.

Seine erste Kundin an diesem Morgen ist Claudia. Sie hat zusammen mit Max ein Motiv nach dem „Film Edward mit den Scherenhänden“ entworfen. Mit der "Edwardine" will sie ihre große Liebe zu ihrem Beruf als Friseurin zum Ausdruck bringen.

Mit einer Schablone überträgt Max die Konturen auf den Oberschenkel. Für das Motiv wird er gut fünf Stunden benötigen. Claudia kennt die bevorstehenden Schmerzen, denn ihren Körper zieren schon viele Tattoos. Einige davon auch von Max.

„Man kann das Gefühl nicht so richtig beschreiben“, sagt sie. Auch Max kennt den Schmerz. „So manche meiner Tattoos bereue ich und habe sie auch schon überstochen“, sagt er, „da waren wir sehr betrunken.“ Aber das ist eine andere Geschichte. 

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