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„Das klingt für Außenstehende oft total absurd: Ich habe ganz furchtbare Angst davor etwas zu tun, das mein Schicksal negativ beeinflussen und für immer besiegeln wird. Diese grundlegende Angst, die mich so im Griff hat, ist die Angst vor dem Verschwinden oder dem Tod.“

Luisas Zwangserkrankung führt bei ihr zu depressiven Gedanken. Die Symptome sind oft ähnlich und bedingen einander. Woher diese lähmende Angst kommt, weiß die 28-Jährige nicht genau. Sie habe das schon als Kind gespürt, ohne dass sie wusste, was los ist. Ihr bisheriger Tiefpunkt: Ein Nervenzusammenbruch während des zweiten Semesters. Mitten an einem heißen Sommertag konnte sie plötzlich nicht aufhören zu weinen. Da hatte sie bereits tagelang nur eine Stunde geschlafen, weil ein ständiger Putz-Zwang sie nachts wachhielt. In der Uni war sie so müde, dass sie in den Sekundenschlaf fiel.

Zwangsgedanken und Angst führten zur Depression

Während des Lockdowns hat sich Luisas „Kopfsalat“, wie sie ihre Erkrankung nennt, angepasst: Ihre Trigger sind von ihrer Wohnung in die Welt nach draußen gewandert. „An mein Studium kann ich momentan kaum denken, weil ich kaum einen klaren Gedanken fassen kann. Manchmal kann ich mir fast wie von außen zuschauen, wie die Krankheit meinen Körper übernimmt.“

Eine Therapie hilft Luisa, trotz Angststörung ihren Alltag zu meisten

Medikamente helfen ihr, sich zu beruhigen und ihren Alltag zu bewältigen. Zusätzlich zu den Tabletten geht Luisa deshalb auch regelmäßig zur Therapie. Dort macht sie große Fortschritte und lernt, mit der Krankheit zu leben. Halt gibt ihr, dass sie in ihrem Umfeld offen über alles sprechen kann. Inzwischen kann sie sogar wieder positive Gedanken fassen und schöne Momente und Gefühle bewusster wahrnehmen.

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