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Fabian Janssen (Foto: SWR)

„Mit 16 habe ich meinen ersten Zungenpiercing zum Geburtstag bekommen.“ Lilith Whitic, aus der Nähe von Bad Kreuznach, findet den menschlichen Körper sehr ästhetisch. Aber langweilig. „Ich sehe mich selbst als Kunstwerk, das ich frei gestalten möchte.“ Mittlerweile hat sie 24 Piercings, Vampirzähne und eine gespaltene Zunge.

„Mein Traum ist es, mich irgendwann mal ‚fertig‘ zu fühlen.“

Auf der Liste stehen nun vor allem Tattoos und der große Traum: Elfenohren. „Das ist mitunter die teuerste Körpermodifikation, die man machen kann. Und man muss dazu bereit sein. Da muss alles passen, das Umfeld, der Arbeitsplatz, man muss sich das sehr bewusst machen.“

Was Lilith macht, gefällt nicht allen. Häufig wird sie von Fremden angefeindet und beleidigt, sagt sie. Seit 2013 betreibt sie neben Facebook und Instagram auch einen eigenen YouTube-Kanal. Hier spricht sie über ihr Leben und ihre Erfahrungen beim Piercen. „Ich mag geschöntes im Netz nicht. Mir ist es wichtig die negativen, wie die positiven Seiten zu berichten.“ Hasskommentare machen ihr nicht mehr viel, sagt sie.

„Die urteilen über mein Äußeres, das kann ich nicht ernst nehmen. Mir ist wichtig, dass jeder machen kann was er will, solange er nicht anderen damit schadet.“

Ihre Familie steht hinter ihr, die Eltern sind selber gepierct und tätowiert. „Klar, meine Oma macht keine Freudensprünge, aber sie beurteilt mich als Mensch und nicht nach meinem Aussehen.“ Genauso wichtig wie ihre eigene Körpergestaltung sind ihr, ihr Freund, ihre drei Hunde, zwei Schlangen und eine Spinne. Letztere diente auch als Inspiration für die gespaltene Zunge: „Ich finde die Zungen von Reptilien, insbesondere von Schlangen, einfach unglaublich schön.“

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