Zurück ins Kinderdorf

Dauer

Früher ist Jessica im Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Waldenburg aufgewachsen. Heute arbeitet sie dort selbst als Erzieherin und zeigt den Kids, wie schön das Leben sein kann.

„Meine Erlebnisse als Kind im Kinderdorf waren insgesamt sehr positiv, sonst wäre ich auch nicht als Erzieherin zurückgekommen.“

(Jessica, 24, aus Waldenburg)

„Als ich damals im Kinderdorf ankam, war ich sechs Jahre alt. An vieles kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich weiß noch, dass ich mein Zimmer angeschaut habe und gleich begeistert war, auch von den vielen Kindern im Haus.“
Jessica ist gerade im Anerkennungsjahr ihrer Ausbildung als Erzieherin im Albert-Schweitzer-Kinderdorf. Eine Rückkehr zu ihrer alten Heimatstätte.

„Als ich jetzt hier mit Arbeiten angefangen habe, hatte ich gleich wieder Glücksgefühle."

„Die Familie hat mich sehr herzlich aufgenommen, vieles hat mich an damals erinnert und ich finde es jeden Tag eine schöne Bereicherung, hierher zu kommen, mit den Kindern zu spielen und den Tag zu gestalten.“
Jeder Tag ist anders. Jessica liebt es, im Team Konflikte schnell lösen zu können.

„Meine damalige Erzieherin ist jetzt meine Kollegin, das ist schon spannend. Sie erzählt mir manchmal, wie ich als Kind war.“

In einer Kinderdorf-Familie wohnen die Hauseltern mit ihren leiblichen Kindern. Zusätzlich nimmt jede Familie sieben Kinder auf. „Unterstützung gibt es von uns, den Erzieherinnen, und den hauswirtschaftlichen Kräften. Bei vielen Kindern war vorher einfach nicht so eine Struktur da wie hier, aber die tut ihnen gut. Ich schätze an den Hauseltern sehr, dass sie sich zutrauen, die Kinder in ihre eigene Familie aufzunehmen.“
Und auch die Kinder untereinander sehen sich tatsächlich oft als Geschwister:

„Als ich damals selbst noch im Kinderdorf gewohnt habe, ging mir das auch so. Wir sind zu Geschwistern geworden. Zu ihnen habe ich auch noch einen sehr guten Kontakt.“

Für die Gesellschaft seien Kinderdörfer wichtig, sagt Jessica: „Kinder, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen können, bekommen hier ein Zuhause und dürfen geborgen aufwachsen. Das ist total wichtig für ihre Entwicklung.“

STAND