Seit 15 Jahren verschwunden - Für die Großeltern bleibt der Kriminalfall ungelöst

STAND

True Crime im Schwarzwald: Im Januar 2006 verschwindet der damals zweijährige Felix Heger aus Oftersheim spurlos bei einem Vater-Sohn-Wochenende. Sein Vater wird Wochen später tot im Wald aufgefunden. Auch 15 Jahre später versuchen die Großeltern von Felix den mysteriösen Fall zu lösen. Sie hoffen, dass ihr Enkel noch immer lebt.

Älteres Paar zeigt Foto von vermisstem Kind (Foto: SWR)

"Wenn man einen Menschen wirklich liebt, gibt man die Hoffnung niemals auf."

Ein letztes Telefonat

Es war der 6. Januar 2006, an dem sich das Leben der Großeltern Johann und Maria für immer verändert. An jenem Tag klingelt das Telefon – am anderen Ende ist der zweijährige Felix. Er ist bei seiner Mutter und soll gleich von seinem Vater zum verabredeten Vater-Sohn-Wochenende abgeholt werden. Mit brüchiger Stimme erinnert sich Johann:


"‚Opa, bitte komm mich holen!‘, hat Felix gesagt. Er hat wohl etwas Schlimmes geahnt und wollte nicht zu seinem Papa."

Noch heute wird Johann nachts oft wach und denkt an diesen Moment zurück. „Aber ich konnte ihn nicht einfach holen. Ich hatte ja kein Recht dazu.“ Felix wird von diesem Wochenende nie wieder zurückkehren.

Ein mysteriöser Fall

Ende Februar 2006 wird die Leiche seines Vaters im Schwarzwald nahe Bühlertal entdeckt. Die damaligen Ermittler gehen davon aus, dass der Vater erst das Kind getötet hat und dann sich selbst. Doch bei dieser Theorie gebe es Ungereimtheiten und von Felix gibt es bis heute keine Spur.

„Ein Kind, das man nicht findet, ist auch nicht tot!“

Einige Hinweise deuteten darauf hin, dass der Vater mit seinem Sohn im Ausland untertauchen wollte. Zeugen wollen Felix mit seinem Vater am 11. und 12. Januar 2006 an einem französischen Grenzübergang gesehen haben. Maria ist überzeugt: „Der Vater hätte unseren Felix niemals umbringen können. Er muss mit Felix einige Tage bei jemandem untergetaucht gewesen sein. Irgendwas ist dann schiefgelaufen. Wir appellieren an die Mitwisser von damals: Bitte helft uns! Gebt uns Hinweise!“

Die Hoffnung bleibt

Im Haus von Felix‘ Großeltern existiert noch heute sein Spielzimmer. Auf einem Regal liegt ein Schokoriegel. Johann erinnert sich: „Ich habe die Schokolade immer genau hier abgelegt und Felix hat sie sich dann stibitzt. Felix war unser Ein und Alles. Wir sind überzeugt, dass er noch lebt. Der Schokoriegel bleibt hier liegen, bis Felix ihn sich holt.“

Bitte nur ernstgemeinte Hinweise an:

Polizeipräsidium Mannheim
Kriminaldauerdienst
0621 174 4444

Erzähl uns Deine Story

Du kennst jemanden, dessen Geschichte wir unbedingt erzählen müssen oder Du hast selbst etwas zu erzählen? Dann sende uns einen Hinweis.

Folg uns auf Instagram und TikTok

SWR Heimat BW
💓Wir lieben das echte Leben
🌎Menschen in BaWü
🎥Geschichten und Gefühle
💫Ganz normal bis abgefahren

Das Heimat-Team stellt sich vor

Heimat Team

Area One: Ein Bunker voller Nuklearwaffen

Jürgen Rubeck ist der Vorstand IG Area One, die das ehemalige Sonderwaffenlager "Area One" in Fischbach erhalten wollen. Im Kalten Krieg lagerte das US-Militär hier Nuklearwaffen.

Ohne Schuhe unterwegs

"Ich nehme an, dass wir alle barfuß zur Welt kommen, und dass wir einfach nur verlernen das weiterzuführen."

Wie Pfullinger Frauen am Ende des Zweiten Weltkriegs ihre Stadt retteten

Die Pfullinger Wäschereibesitzerin Sofie Schlegel und viel andere mutige Frauen aus Pfullingen haben am Ende des Zweiten Weltkrieges ihre Stadt und viele Menschenleben gerettet. Hier ihre Geschichte.

STAND
AUTOR/IN
SWR