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Stefan Bächle (Foto: SWR)

Als Reporter berichtete Heiko viel über das Thema „Corona“. Dann hat es ihn selbst getroffen. Nach wochenlanger Quarantäne zu Hause hat er die Krankheit jetzt überstanden.

„Ich bin die beste Person, die man im Moment umarmen kann. Ich habe Corona hinter mir und kann, soweit man das jetzt weiß, auch niemanden mehr anstecken.“

Heiko, 50, Radio- und Fernsehreporter aus Heidelberg

„An sich war Corona für mich erträglich. Ich habe eher an die Leute gedacht, denen es gerade richtig scheiße geht. Wenn man zum Beispiel in einem Flüchtlingslager sitzt und nicht mal eine warme Decke oder ein richtiges Dach über dem Kopf hat. Mir ist bewusst, dass es bei mir eine ‚Quarantäne Deluxe‘ war. Ich habe eine große Wohnung, meine Familie war da. Ich habe genug zu essen, genug zu trinken, genug Freunde.“

Quarantäne zu Hause

Die Quarantäne bedeutete für Heiko vor allem eins: Zeit zu haben. „Ich habe zwar einen Blog geschrieben, viel nachgedacht und gelesen, aber gerade am Schluss hat mich eine innere Unruhe gepackt.“ Mittlerweile ist Heiko wieder zurück an seinem Arbeitsplatz. Der erneute Test auf Corona war negativ.

SWR-Reporter Heiko Wirtz an seinem Schreibtisch (Foto: SWR)

„Es ist schon ein bisschen merkwürdig, wieder zur Arbeit zu kommen und die Kollegen nicht in den Arm nehmen zu können, wie man das normalerweise macht. Ich merke einfach, dass die Leute auf Distanz gehen. Trotzdem spüre ich eine große emotionale Nähe.“ Dass vor allem ältere Menschen in der jetzigen Situation Angst haben, kann Heiko verstehen: „Ich denke, wenn man bis Mitte 50 und gesund ist, muss man sich überhaupt keine Sorgen machen. Ich bin kein Mediziner, aber auch die Zahlen sagen, dass es dann relativ glimpflich verläuft. Wir müssen auf die Älteren aufpassen und sie auch auf sich selbst, damit sie im Moment möglichst wenig Kontakt haben.“

„Das ist verrückt, gerade jetzt will man ja eigentlich viel Kontakt und Nähe. Da muss man mit seiner Vernunft gegen das Herz ankämpfen.“

Mehr Heimat

Überlebenskampf: Sturz aus 50 Metern überlebt

Eine Bergwanderung in Neuseeland wird für Johannes aus Stuttgart fast zum Todesurteil. Er stürzte 50 Meter in eine Schlucht und musste sich daraufhin über 20 Stunden schwerverletzt durch die Wildnis kämpfen. Er überlebt, leidet aber noch heute unter den Folgen seiner Verletzungen.
„Direkt nach dem Aufprall auf dem Felsboden habe ich gesehen, wie mein Handy leuchtend neben mir in einem Busch gelandet ist. Im Gegensatz zu mir, hat es keinen Kratzer abbekommen. Aber es hatte leider keinen Empfang.“ (Johannes, 36, aus Stuttgart)
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Eigentlich sollte es nur ein kurzer Ausflug werden. Nur mit einem Wasserbeutel, Sonnencreme, einem Handy und in kurzer Hose mit T-Shirt bekleidet, geht Johannes auf Bergwanderung. Doch als er auf dem Rückweg im Nebel plötzlich ins Leere tritt und rund 50 Meter in die Tiefe stürzt, ist für ihn klar: Das überlebe ich nicht.
Fall ins Bodenlose
„Es hat sich einfach viel zu lange angefühlt. Denn ich kenne das Gefühl des freien Falls – ich bin schon Bungee und Fallschirm gesprungen. Zum Glück haben wohl ein paar Äste meinen Fall gebremst. Noch Monate nach dem Unfall habe ich beim Zähneputzen Baumreste aus meinem Zahnfleisch gezogen.“ Wie durch ein Wunder überlebt Johannes den Sturz. Doch sein rechtes Sprunggelenk bekommt die komplette Wucht des Aufpralls ab.
Letzte Hoffnung: künstliches Sprunggelenk
Im Krankenhaus in Neuseeland wird er zwar gut versorgt, doch der Schaden am Knochen ist nicht wiederherstellbar. Johannes hat bis heute ununterbrochen Schmerzen. Ein künstliches Sprunggelenk aus der Schweiz ist seine letzte Hoffnung wieder in ein normales Leben zurückzukehren. Um die kostspielige Operation zu ermöglichen, hat seine Schwester ein Spendenkonto auf einer Crowdfunding-Seite eingerichtet. „Bereits am 20. Januar wird meine langersehnte Operation stattfinden. Um die OP nicht aufs Spiel zu setzen, bin ich bereits seit einigen Tagen vorsorglich in Quarantäne.“  mehr...

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