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Junger Mann sitzt in Rollstuhl in der Stadt Freiburg (Foto: SWR)
„Barrierefreiheit beginnt in den Köpfen.“ (Nils, 22, Student aus Freiburg)

Nils kam mit einer spinalen Muskelatrophie, kurz SMA, zur Welt. Er studiert Soziale Arbeit in Freiburg und ist täglich auf seinen Elektro-Rollstuhl angewiesen.

„Als Mensch im Rollstuhl muss man sich nur ein paar wenige Meter bewegen und es fallen mir Hindernisse auf. Seien es unnötige Treppen oder die ‘Bächle‘ in der Fußgängerzone.“

Die ‘Bächle‘ sind künstlich angelegte Wasserläufe in der Altstadt von Freiburg. Für die meisten Freiburger und Touristen sind sie das Wahrzeichen schlechthin, für Nils bedeuten sie allerdings lästige Umwege. „Ständig stellt man sich außerdem Fragen wie: Habe ich hier die Möglichkeit aufs Klo zu gehen? Funktioniert der Aufzug?“

Vor allem am Bahnhof hat Nils in der Vergangenheit so manchen Anschlusszug wegen eines defekten Aufzugs verpasst. „Das ist nervig. Einmal bin ich an einem Gleis angekommen und der Aufzug funktionierte nicht. Ich kam nicht weg und musste dann eine Stunde lang am Bahnsteig warten, bis die Techniker da waren und den Aufzug repariert haben.“

Auch dieses Erlebnis hat dazu geführt, dass sich Nils in der Freiburger Kommunalpolitik für mehr Barrierefreiheit in der Stadt einsetzt. Und auch in den Menschen möchte er etwas verändern:

„Es klingt total kitschig, aber meine oberste Priorität ist, die Barrieren in den Köpfen abzubauen. Menschen sollen Behinderung zukünftig noch mehr als ein Stück Normalität ansehen.“

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