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Tjorben macht eine Ausbildung zum Justizvollzugsbeamten. Zusammen mit seinen Kollegen versorgt und betreut er rund 800 Inhaftierte in der JVA Freiburg.

Tjorben geht hinter einer anderen männlichen Person eine Treppe in der JVA Freiburg herunter (Foto: SWR)
„Um hier arbeiten zu können, muss man mit Menschen arbeiten. Ich muss mich auf jeden Häftling anders einstellen. Ich bin ihre Bezugsperson. Aber ich bin definitiv kein Freund.“
„An meinem ersten Tag bin ich ehrfürchtig hierhergekommen. Ich habe mich weder sicher noch unsicher gefühlt. Ich ließ alles auf mich wirken. Genau so mache ich es heute noch.“
„Um 6:45 Uhr geht es jeden Morgen los. Dann vollziehe ich die Lebendkontrolle. Das bedeutet, dass ich die Häftlinge wecke und sie verständlich mitteilen, dass sie fit sind.“
„Es gibt im Gefängnis ganz klar Subkulturen, zu denen wir Bedienstete kaum Zugang haben. Ein ordentlicher Umgang ist trotzdem sehr wichtig.“
„Ich kontrolliere täglich stichprobenartig den Haftraum auf verbotene Gegenstände wie selbstgebaute Waffen und Drogen. Manche Gewürze sind auch verboten, da man sie zweckentfremden könnte.“
„Sobald ich die Schlüssel in mein Fach lege, bin ich in meiner Freizeit. Alles, was ich im Gefängnis erlebe, lasse ich zurück.“

„Für diesen Job muss man mitbringen: körperliche Fitness, Durchsetzungsvermögen, selbstsicheres Auftreten und Geradlinigkeit.“

Noch vor zwei Jahren hat Tjorben in der Gastronomiebranche gearbeitet. Heute ist er Quereinsteiger im zweiten Ausbildungsjahr als Justizvollzugsbeamter in der JVA Freiburg. In unserer Galerie nimmt er dich mit – auf einen Rundgang durchs Gefängnis und seine Gedanken.

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