Junger Schnitzer, alte Tradition: Philipp macht Masken mit Charakter

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Span für Span formt Philipp aus einem Holzklotz eine Fastnachts-Maske, füllt sie mit Leben. Ein stundenlanger Prozess, den der Schnitzer aus Elzach nicht für jeden macht.

„Beim Prozess des Schnitzens entsteht eine kleine Liebesgeschichte. Ich stehe stundenlang vor einem Holzklotz, bearbeite ihn und werde immer feiner.“

„Nicht jeder kriegt eine Maske von mir. Das ist für mich was recht Persönliches, fast sogar familiär. Ich denke, da muss ein Draht zueinander bestehen. Wenn ich zwanzig Stunden vor einem Stück Holz stehe und alles gebe, dann sollte das auch gewürdigt werden. Und wenn ich bei jemandem merke, okay, das ist jetzt nur so ein Gegenstand, den man halt einmal im Jahr aufzieht, dann ist das eher nicht so mein Fall. Dann schnitze ich lieber für jemanden, der das wirklich auch so schätzt, was ich da mache.“ Philipp lebt sein Hobby, das Maskenschnitzen, mit viel Leidenschaft aus.

„Dabei entwickelt sich irgendwie eine Beziehung zwischen mir und der Maske. Das ist sehr persönlich. Da fällt es mir natürlich schwer, sie dem Kunden zu geben. Also ehrlich gesagt bricht es mir meistens das Herz.“

Beruflich kommt das Schnitzen für Philipp nicht infrage. „Ich glaube, das wäre dann einfach zu kommerziell. Ich will das recht klein halten. Und ich denke auch, dass dann einiges an Magie verloren gehen würde.“ Er zögert. „Ja, ich will das einfach als Hobby betreiben. Ich sehe mich nicht als Maskenschnitzer. Da gibt’s genug andere, die besser sind und dem eher entsprechen.“ Für später hat er einen kleinen Traum.

„Ich sehe mich schon, wenn ich in Rente bin, dass ich in meinem kleinen Häusle eine Schnitzerstube hab‘ und den ganzen Tag nur am Schnitzen bin.“

Er lacht. Und meint es ernst.

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