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Stefanie Molitor (Foto: SWR)

Angelo aus Offenburg hatte nach dem Abitur die Nase voll von Theorie. Er entschied sich, Glasmacher zu werden und damit einen außergewöhnlichen Beruf zu ergreifen.

„Wenn man sich für ein besonderes Glasstück zwei bis drei Stunden Zeit lässt und es dann am Ende runterfällt? Tja, ruhig bleiben und halt nochmal probieren. Das gehört dazu.“

Angelo, 24, Glasmacher

Seit sechs Jahren arbeitet Angelo als Glasmacher in der Dorotheenhütte in Wolfach. Er sagt: "Richtig ausgelernt ist man eigentlich nie."

"Bis man auf dem Niveau ist, dass man bei einer Weinkelch-Serie von 200 bis 300 Stück jeden Stil exakt gleich lang zieht und jeden Boden gleich groß formt - das dauert einfach seine zehn bis 15 Jahre.“

Angelo stammt aus einer Handwerkerfamilie, mit dem Beruf des Glasmachers hatte er aber am Anfang wenig Berührungspunkte. Doch nach seinem Abitur war für ihn klar: „Ich habe wirklich keine Lust mehr auf Theorie. Ich habe mir eine Schlosserei und auch eine Schreinerei angeschaut, bin dann aber im Endeffekt hier in der Glashütte gelandet.“ Die spontane Reaktion seiner Kumpels – die übrigens fast alle studieren:

„Was für ein Freak!“

Mittlerweile sind sie froh, dass Angelo gefunden hat, was ihm Spaß macht. Und, dass sie ab und an handgemachte Schnapsgläser geschenkt bekommen. Angelos großer Traum: als Glasmacher ins Ausland zu gehen. „Ich konnte hier schon mit Meistern aus Tschechien und Polen arbeiten und auch mit einer Kollegin aus Japan."

"Mich faszinieren einfach andere Techniken, andere Arbeitsweisen, neue Sprachen – überall in der Welt macht man den Job eben ein bisschen anders.“

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