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Rafael sitzt seit drei Jahren im Rollstuhl. Zuerst ändert er sein ganzes Leben deshalb und wechselt den Job. Aber er kann seine Leidenschaft für große Maschinen nicht vergessen.

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„Es gibt da immer nur zwei Möglichkeiten: entweder den Kopf in den Sand stecken oder weitermachen."

Rafael, 45, arbeitet in Hartheim

Fast drei Jahre ist es her, dass sich das Leben des Elsässers radikal verändert. An einem Morgen im Dezember 2015 ist Rafael auf dem Weg zur Arbeit, die Straße ist eisglatt – er verunglückt schwer. Eine Quetschung im Rückenmark lähmt ihn vom Brustkorb bis in die Beine. Nach mehreren Operationen und Rehas ist klar: Der Rollstuhl wird ihn von nun an begleiten. Um sein Leben neu zu ordnen, muss er sein Auto umbauen lassen und sein Haus. Die Kosten werden zum Glück übernommen. Das macht es ihm leichter, mit der Situation zu leben, aber das ist nur eine Seite. Er vermisst das Tanzen mit seiner Frau und auch Fußball spielen mit seinen Söhnen – und arbeiten, das macht Rafael große Sorgen! Die Arbeit hat ihm immer so viel Spaß gemacht.

Er versucht eine Umschulung zum Schmuck- und Uhrenmacher, aber er bekommt seine Arbeit als Baumaschinenführer nicht aus dem Kopf:

„Meinen Job im Kieswerk oder als Straßenbauer mag ich lieber, als Königsketten zu machen oder als Uhrmacher zu arbeiten.“

Er beschließt, seinen ehemaligen Arbeitgeber zu fragen, ob es nicht doch eine Möglichkeit für ihn gibt, zurückzukommen.

Sie finden tatsächlich gemeinsam einen Weg: Eine schwäbische Firma entwickelt für den 25-Tonnen-Radlader einen Lift und einen Seilzug für seinen Rollstuhl. Außerdem können sie sein Fahrzeug rollstuhlgerecht umbauen.

Schnell hat er die 400 PS wieder im Griff. Sein Chef ist begeistert. Und Rafael Spitz ist seinem Chef unendlich dankbar:

„Endlich wieder Glücksgefühle [...] Mein Ziel ist es, arbeiten zu gehen. Geld zu verdienen. Meinen Frieden zu finden. Nicht zu Hause bleiben oder in einer Kneipe zu sitzen - das ist nicht meine Sache.“

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