Carsten aus Freiburg gründet 'Jung & Krebs' Noch vor wenigen Jahren hätte er nicht gedacht, wie glücklich er werden kann

Dauer

Jung sein und die krasseste Diagnose bekommen, die es gibt - das hat Schock-Potenzial! Carsten hat das erlebt und etwas daraus gemacht, das vielen anderen hilft! Wir sagen: starker Typ!

„Und auf einmal war ich Krebspatient – einen Tag vorher war ich noch gesund. Man ist nach so einer Diagnose direkt in einem Schockmoment.“

Carsten, 31, aus Freiburg

Mit 24 bekam Carsten völlig überraschend die Diagnose Krebs. Zunächst hatte er monatelang Schmerzen im linken Arm. Er ging zum Arzt, weil er dachte, er habe eine Sehnenscheidenentzündung. Dem war aber nicht so.

„Da kann es vielleicht Leitfäden geben, wie man mit so einer Diagnose umgeht, aber das ist völlig egal. Weil nämlich alles egal ist auf einmal."

Zwei Jahre nach der Operation und Chemotherapie zeigte sich die erste Lungenmetastase. Der Krebs hatte gestreut. „Da dachte ich, was soll das eigentlich? Zum Glück war ein großes Umfeld da, das mich immer unterstützt hat. 2014 wurden mir Lungenmetastase zwei und drei erfolgreich entfernt."

Carsten wird aktiv - gründet Selbsthilfegruppe Jung & Krebs

Carsten hatte dann den Wunsch, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Dabei hat er gemerkt, was ihm sehr gut liegt: anderen Mut machen. Seitdem gibt es die Selbsthilfegruppe Jung & Krebs.

„Menschen, die auch betroffen sind, können einem ganz viel Akzeptanz und Vertrauen entgegenbringen."

Heute, mit 31, geht’s Carsten gut, er ist jetzt über viereinhalb Jahre tumorfrei. „Die Krankheit hat mich insofern verändert, dass ich eben gemerkt habe, dass das Leben endlich ist, und der einzige Moment ist, den man ändern kann, der jetzt ist. Ich hoffe, dass es noch viele schöne Momente in meinem Leben gibt, mit vielen menschlichen Beziehungen und Kontakten.“