Für mehr Nachhaltigkeit hat Jessica Thijs in der Eifel den ersten Unverpackt-Truck Deutschlands eröffnet

AUTOR/IN
Dauer

Was in der Stadt schon Trend ist, wollte Jessica Thijs auch aufs Land bringen. Seit August ist sie mit ihrem selbstgebauten Bus auf den Märkten in der Eifel unterwegs. „Mit meinem Unverpackt-Truck kann ich zu den Kunden fahren und sie müssen nicht zu mir kommen. Für sie ist es einfacher, so einzukaufen. So ein mobiler Unverpackt-Laden ist auf dem Land besser als ein fester.“

Weniger Plastik mehr Nachhaltigkeit

Auf nur sechs Quadratmetern ist alles dabei: von Kosmetik- und Drogerieartikeln bis hin zu Lebensmitteln. Mehr als 100 Produkte bietet sie an – alle regional und ohne Plastikverpackung. Das ist ihr wichtig, denn sie möchte etwas gegen den Plastikwahnsinn tun

„Wenn ich meine Kinder sehe, wie begeistert sie schon dran sind mit Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein denke ich, wir Erwachsenen sollten auch ein bisschen was tun. Wir haben nur diese eine Welt und mir ist wichtig, dass meine Kinder noch was von ihr haben.“

Mit dem Startup in die Selbstständigkeit

Der Start in die Selbstständigkeit war allerdings alles andere als leicht. „Die Banken hier waren mit dem Thema überfordert und zudem ich bin eine Frau und habe zwei Kinder. Das war leider echt ein Problem, weil sie gemeint haben, dass ich ein Risikofaktor Nummer eins wäre.“ Ein guter Freund hat ihr ein Startkapital geliehen und als sie dann mehrere Auszeichnungen, wie den Trierer Startup-Preis, abgeräumt hat, lief es auch mit der Bankfinanzierung.

Mittlerweile läuft es so gut, dass Jessica gerne einen zweiten Unverpackt-Truck eröffnen möchte. Wen sie einstellen würde, weiß sie auch schon: „Ich würde gerne nur Mamas einstellen, weil wir so ein bisschen benachteiligt werden in unserer Gesellschaft – also so ein richtiger Frauenbetrieb.“

AUTOR/IN
STAND