Truckracing – Steffi mischt mit im Nischen-Motorsport mit ordentlich Drehmoment und Leistung

Dauer

„Ich habe Respekt, aber ich habe keine Angst und ich glaube, der normale Straßenverkehr ist deutlich gefährlicher als unser Motorsport.“

Steffi Halm ist Truckracerin. Seit acht Jahren fährt sie Renntrucks. „Routine wird das nie. Aber ich denke, das sollte so sein! Eine gewisse Anspannung fördert ja auch die Konzentration.“ Circa 1.300 PS, um die 6.000 Newtonmeter und mehr als fünf Tonnen Gewicht hat Steffis Truck. Damit die Bremsen ein Rennen über 13 Runden überstehen, sind sie wassergekühlt.

„Und es gibt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 160 km/h. Das ist ja total untypisch, wenn man an Motorsport denkt.“

Wie sie zum Truckracing gekommen ist? „Es gab ein Team, das gerne eine Fahrerin wollte. Die wussten, dass ich im Motorsport bereits aktiv bin, Tourenwagen fahre. Die haben mich dann einfach gefragt, ob ich nicht Lust hätte, das mal auszuprobieren.“ Die erste Skepsis, ob man mit einem Lastwagen Rennen fahren könne, legte sich schnell. 

„Ich habe total viel Spaß dran gefunden und einen unglaublichen Ehrgeiz entwickelt, auch in dieser Serie besser zu werden.“

Im Motorsport-Mainstream angekommen ist Truckrace noch nicht und wird es wohl auch nie. Da macht sich Steffi keine Illusionen. „Es ist eben was sehr Spezielles“, meint sie.

„Wir sehen das auch am Publikum. Das sind viele Leute, die mit dem LKW-Fahren ihr Geld verdienen. Die sind vielleicht gar nicht unbedingt motorsportbegeistert, aber die finden es geil, wenn wir mit den Renn-LKWs solche Geschwindigkeiten fahren.“

Kleiner Funfact: Im Gegensatz zu vielen ihrer Fans hat Steffi hat keinen LKW-Führerschein. Wer also im Racetruck Karriere machen will, kann theoretisch gleich loslegen.