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Alex Müller (Foto: SWR)

Johannes aus Bodman-Ludwigshafen führt das Familienunternehmen. Aber vor dieser Verantwortung musste er erstmal in die Welt hinaus.

„Ich war 20 Jahre nicht zu Hause. Für mich war wichtig, mir selbst zu beweisen, dass ich ohne das alles kann.“

Johannes, 50, Familienunternehmer aus Bodman-Ludwigshafen

Johannes lebt auf einem Schloss am Bodensee. Sein voller Name: Johannes Freiherr von und zu Bodman. So heißt auch der Ort, in dem er lebt.

So heißen, wie der eigene Wohnort

„Eine typische Geschichte ist, dass ich in der Schule gefragt wurde, wie ich heiße und gesagt habe: ‚Johannes‘. Und dann nach dem Nachnamen gefragt wurde, ‚Bodman‘. Die haben dann gesagt: ‚Nee, nicht woher du kommst, sondern wie du heißt!‘ Dann nochmal dieselbe Frage und das ging dann ein bisschen hin und her, bis die dann kapiert haben, dass ich wirklich so heiße.“

Als ältester Sohn hat Johannes das Gut Bodman von seinem Vater übernommen: Dazu gehören Wald, Grundbesitz und vor allem weitläufige Obstgärten.

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Forstwirtschaft, Obstwirtschaft

Die Familie verdient unter anderem mit Holz und Obst ihr Geld. Das fließt zum großen Teil in die Instandhaltung der historischen Gebäude: ein Kloster, eine Burgruine und natürlich Schloss Bodman.

Gehen, um zu bleiben

Bevor er all das übernahm, musste Johannes aber erstmal raus: „Ich war 20 Jahre nicht hier zu Hause. Für mich war wichtig, mir selbst zu beweisen, dass ich ohne das alles kann. Ich war eine ganze Zeit mal ganz weit weg, in Argentinien.“

Am Bodensee zu Hause

Gleichzeitig liebt Johannes seine Heimat.

„Bodanrück, Bodman, Bodensee, das ist alles dasselbe Wort, kommt von Boden. Boden ist eine ebene Fläche, meistens eine höher gelegene ebene Fläche. Das bedeutet erstmal Heimat, zu Hause sein, Verwurzelung.“

Den Wald retten – über Generationen

„Der Wald im Speziellen bedeutet eine langfristige Perspektive. Wenn man einen Baum pflanzt, werden den ja erst meine Enkel oder Urenkel ernten und dementsprechend denkt man da lange voraus. Umgekehrt kann man auch lange zurückdenken.“

„Wenn man da eine Buche hat, die man vielleicht fällen möchte und die ist 120 Jahre alt, dann kann man mal ein paar Generationen zurückdenken und sich überlegen, wer die schon alles gesehen hat.“

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