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Ein Frau und ein Mann prosten sich zu (Foto: SWR, Foto: Franka Wunder)
Foto: Franka Wunder

Er ist für mich schon eine Vaterfigur. Als Kind war ich manchmal lieber bei ihm als zu Hause. Dass ich mal seinen Betrieb übernehmen werde, war irgendwie klar.

Von Nachbarn zu einer Patchworkfamilie

Eigentlich war Esthers Mama erst strikt dagegen, dass Gottfried mit seiner Frau in ihre Nachbarschaft ziehen. „Meine Mama wusste nicht, wie entwickelt sich das, wenn ein kinderloses Paar in eine Siedlung mit so vielen Kindern zieht.” Schnell wurde aber aus der kritisch beäugten Nachbarschaft eine tiefe Freundschaft. „Esthers Mutter wurde die beste Freundin meiner Frau, Probleme gab es also keine mehr”, lacht Gottfried. Es folgen gemeinsame Urlaube und Grillabende.

Junge Nachbarin bekommt die Bierbrauerei

Schon als Kind besucht Esther immer wieder Gottfrieds Bierbrauerei.

Dort habe ich gesehen: Eigene Werte und Wirtschaft sind gut kombinierbar. Nachhaltigkeit, Regionalität, bio, das ist mir wichtig.

Als Teenagerin beginnt sie dort nach der Schule auszuhelfen. Mit den Jahren keimt in Gottfried der innere Wunsch, diesen Betrieb mal an Esther zu übergeben. „Ich habe mich zuerst nicht getraut, sie zu fragen, wollte ja nicht aufdringlich sein.”

Schließlich löst das seine Frau für ihn – und Esther nimmt das Angebot an. Mit 27 wird sie die zweite Geschäftsleiterin. „Eine Riesenerleichterung” für Gottfried. Er weiß, dass sie seinen Antrieb teilen würde.

Als Unternehmer kann ich viel mehr und vor allem schneller bewegen als manche Politiker oder Bürgermeister.

Nur sie versteht seinen Bierbetrieb

Große Themen, wie Klimafreundlichkeit oder Flüchtlingspolitik werden im Unternehmen angegangen – ob mit regionaler, nachhaltiger Produktion oder sozialen Projekten.

Diese Fülle an Gestaltungsmöglichkeiten ist nur als Unternehmerin gegeben. Das ist ein unglaubliches Privileg.

Und Gottfried weiß, dass er Esther vertrauen kann. „Das Gespür hat man, wenn man eine Person über so einen langen Zeitraum kennenlernt.”

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