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Florian Schwab (Foto: SWR)

Sarah aus Konstanz ist Jüdin. Richtig offen lebt sie ihren Glauben aber erst seit dem Attentat auf die Synagoge in Halle 2019. Sie will zeigen: Das Judentum ist vielfältig.

 „Ich habe an vielen Dingen in meinem Leben gezweifelt, aber nie an Gott und an meinem Glauben.“

Sarah, 28, Künstlerin und Filmemacherin

Sarah wurde im sächsischen Zittau geboren, wuchs aber innerhalb der jüdischen Gemeinde in Konstanz auf. Sie lebt modern orthodox, ernährt sich koscher, feiert am Wochenende den Sabbat, ist aber nicht mit allen Regeln ihrer Religion einverstanden.

Sarah ist eine von 200.000 Jüdinnen und Juden in Deutschland

Sie schreibt aktiv auf Social Media über ihr jüdisches Leben und möchte ein Zeichen gegen den Antisemitismus in der Gesellschaft setzen. Das Attentat auf die Synagoge in Halle im Jahr 2019 war für Sarah ein Wendepunkt in ihrem Glauben.

„Ich habe meinen Glauben immer sehr für mich gelebt. Das hat sich nach dem Attentat geändert.“

„Ich hätte auch nicht gedacht, dass man sich in der Öffentlichkeit so sehr dafür interessiert. Eine Leserin meinte dann aber zu mir, dass sie von meinem Blog mehr über das Judentum gelernt habe, als in den 30 Jahren ihres Lebens.“

Heute ist Sarah ebenfalls als Vermittlerin für die jüdische Kultur an Schulen und Universitäten unterwegs und räumt mit Vorurteilen auf: „Die meisten Leute, die ich kenne, kennen eigentlich bis auf mich keine andere Jüdin. Wenn also irgendwas in den Nachrichten passiert, wird das meistens an mich weitergeleitet. Was ich aber auch schön finde, wenn sie mit mir darüber reden wollen.“

Rassismus und Antisemitismus gehen alle an

Doch Sarah muss auch auf Rückhalt aus der Gesellschaft hoffen. „Wenn wieder über einen antisemitischen Angriff berichtet wird, frage ich mich: Wer fühlt sich denn sonst betroffen außer uns jüdischen Menschen?“

Als freie Künstlerin und Filmemacherin arbeitet sie derzeit an einem Dokumentarfilm, in dem es um das jüdische Leben in Deutschland geht.

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