Psychologin und Bäuerin: Wie Sabrina ihren Traumjob fand

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Sabrina aus Isny im Allgäu kommt nicht aus der Landwirtschaft. Und doch träumte sie von einem eigenen Bauernhof. Jetzt hat sie als Bäuerin ihr Glück gefunden.

„Stadt ist für mich Stress: Die Anonymität, die Unfreundlichkeit der Leute. Ich brauche auch den körperlichen Ausgleich. Das ist das, was vielen inzwischen fehlt, glaube ich.“

Der Traum vom eigenen Hof

Sabrina ist Bäuerin. Für sie ist das ein Traumjob, obwohl sie nicht in der Landwirtschaft aufgewachsen ist. Eigentlich hat sie Psychologie studiert, sich aber schon früh dafür interessiert, wo Lebensmittel herkommen und wie sie erzeugt werden. Ihr Mann Manuel stammt aus einer Bauernfamilie. Gemeinsam entsteht der Traum vom eigenen Hof. Doch einen landwirtschaftlichen Betrieb außerhalb der eigenen Familie zu übernehmen, ist bis heute unüblich. Jahrelang sind die beiden auf der Suche nach einem eigenen Hof im Allgäu. Schließlich werden sie auf einer Online-Plattform fündig.

Besondere Art zu Leben

„Für uns war immer klar, wir wollen keinen Riesenbetrieb, wie es heute gängig ist.“ Sabrina geht es nicht nur um die Wirtschaftlichkeit, sondern um die Art zu Leben. Sie kennt jede ihrer zwanzig Kühe.

„Ich bin happy, dass wir Kühe haben, bei denen wir die Namen und die Geschichte wissen. Eine Kuh ist bei uns keine Nummer, sondern eine Persönlichkeit.“

Anspruchsvoller Fulltimejob

Neben der Arbeit auf dem Hof arbeitet Sabrina drei Vormittage in der Woche als Psychologin in einer Klinik. Das ist manchmal fast ein bisschen wie Urlaub für sie, denn trotz ihrer Leidenschaft: Landwirtschaft ist ein anspruchsvoller Beruf. „Bei uns ist kein Tag wie der andere. Einen normalen Alltag gibt es mit Tieren nicht. Eine Kuh kriegt ein Kalb, eine andere ist krank, oder man muss was im Stall reparieren. Es ist immer irgendwas." Dieser Fulltimejob ist nicht für jeden was.

„Landwirtschaft heißt wirklich sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Es muss schon die Berufung sein oder der Traumjob.“

Arbeit und Familie: alles unter einem Hut

Genug Zeit für die drei Söhne bleibt trotzdem. Nach dem Kindergarten spielen sie auf dem Hof oder helfen den Eltern im Stall. „Es ist auch schon mal vorgekommen, dass mein dreijähriger Sohn mir erklärt hat, wie der Traktor angeht.“

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