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Wie ist das, sich mit Ende 70 noch einmal zu verlieben? Heide und Franz sind frisch verliebt und geben einen Einblick in ihre Gefühlswelt.

Dauer

„Heide war nicht mein Typ. Wenn ich sie auf der Straße gesehen hätte, wäre sie mir nicht aufgefallen.“

Franz, 77, ehemaliger Veterinärmediziner

„Unverschämtheit! Wo alle anderen Männer hinter mir herrennen.“

Heide, 78, frühere Fremdsprachenkorrespondentin

Heide und Franz aus Meersburg sind frisch verwitwet, als sie sich kennenlernen. Sie haben sich nicht gesucht, aber gefunden. Und viele gemeinsame Interessen: Reisen, Literatur, Sprachen, Kultur und das Reiten. Sie stellen fest, dass sie vor 40 Jahren im Mannheimer Reiterverein sogar dieselben Pferde geritten sind.

Es dauert eine Weile, bis sie sich als Paar bezeichnen. Anfangs ist es eine enge Freundschaft. An den Wochenenden besuchen sie sich regelmäßig. „Das war immer unheimlich schön,“ erinnert sich Heide. „Ich kam mir immer vor wie ein Gast im Hause. Er hat alles vorbereitet. Sonst habe ich immer versucht, meinen Mann zu verwöhnen. Jetzt machte das mal jemand mit mir.“

Neuanfang im Altenheim

Als Franz beschließt, im Sommer 2018 in ein Altenheim nach Meersburg am Bodensee zu ziehen, kommt Heide mit. Sie wollen aber ihre Unabhängigkeit wahren und bestehen auf getrennte Wohnungen. „Das ist eine ideale Lösung. Man sieht sich jeden Tag, hängt sich aber nicht auf der Pelle.“ Große Zukunftspläne wollen sie mit Ende 70 nicht mehr machen. Heides Lebensmotto ist „Carpe Diem“. „Ich versuche, das was ich tue, zu genießen. Und freue mich, dass ich es nicht allein genießen muss.“

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