Gnadenhof in Gefahr

Dauer

Toni, Gretel oder Marie – Martina in Vorderwestermurr kennt von jedem Tier auf ihrem Gnadenhof den Namen und seine Geschichte. Gemeinsam mit ihrem Mann rettete sie Tiere vor dem Schlachthof, doch jetzt ist ihr Mann verstorben – und der Gnadenhof in Gefahr.  

„Die Tiere geben mir mehr als jeder Mensch. Die sind ehrlich, denen kannst du jeden Scheiß erzählen, die stehen zu dir.“

Martina, 53, betreibt einen Gnadenhof

Auf dem Gnadenhof von Martina kriegt jedes Tier einen Namen. Toni, Gretel oder Marie – Martina weiß von jedem Tier, woher es kommt. Gemeinsam mit ihrem Mann rettete sie Tiere vor dem Schlachthof oder nahm sie auf, wenn keiner sie mehr haben wollte.

Doch jetzt ist ihr Mann vor kurzem an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. „Er wollte im Winter Platten verlegen, damit die Tiere nicht im Nassen stehen. Die Platten sind da, aber kein Andreas mehr, der es machen kann.“

Jetzt muss sie den Gnadenhof und die kleine Besenwirtschaft allein weiterführen. Sie will unbedingt weitermachen. „Und ich brauch das auch, ich brauch die Gäste um mich rum. Ich brauch den Umtrieb einfach."

"Mein Mann wird mir dann wohl wahnsinnig fehlen, wenn er nicht mehr hier am Tisch sitzt und sich mit den Leuten unterhalten kann. Aber er wird trotzdem immer da sein.“  

Ihre Tochter Chrissi und einige ehrenamtliche Helferinnen packen schon jetzt auf dem „Gnadenhof beim Heuhotel Murrquelle“ an, wo sie können, um die 150 Tiere satt zu kriegen. Doch damit ihr Hof und der kleine Verein überleben, braucht Martina noch viel mehr Hilfe: „Leute, die mit anpacken."