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SENDETERMIN Do, 8.12.2016 | 18:15 Uhr | SWR Fernsehen BW

clever gärtnern Naturgarten mit heimischen Pflanzen

Wer sich nicht mehr so viele Gedanken über das Düngen, den Pflanzenschutz, den richtigen Schnitt und Beikräuter machen möchte, für den könnte ein Naturgarten genau das Richtige sein.

Zwei Männer stehen in einem Garten und schauen sich eine Pflanze an

Umweltbewusstsein gepaart mit Leidenschaft

In Mainz gibt es eine besondere Gärtnerei. Bei "Ahornblatt" soll der Erhalt seltener heimischer Pflanzen gesichert werden. Das Naturgarten-Refugium wird nebenberuflich von dem Juristen Christoph Schallert und dem Theologen Norbert Kleinz geführt. Sie haben altbekannte und seltene heimische Sträucher, Wildrosen, alte Rosen, Obstsorten, Bäume, Kletterpflanzen und Stauden im Angebot. Alle Gewächse hier sind selbst gezüchtet. Die Mutterpflanzen haben sie oft von Brachen gerettet und durch Samen oder Wurzelstücke vermehrt. Die meisten Pflanzen werden hier auch nicht veredelt. Sie stehen auf ihren eigenen Wurzeln. Deswegen treiben auch keine Wildtriebe aus der Unterlage.

Naturgärten - pflegeleicht und umweltschonend

Garten mit kleinem Gang in der Mitte und vielen grünen Pflanzen

In Naturgärten haben Pflanzen Platz zum wachsen

Die freie Natur wird mehr und mehr verdrängt. Das hat enorme Auswirkung auf die Vielfalt der heimischen Pflanzen und Tiere. Mit einem naturnahen Garten kann ein Ausgleich dazu geschaffen werden. In einem Naturgarten werden nur heimische Pflanzen verwendet. Diese haben den großen Vorteil, dass sie in unser Öko-Gefüge passen. Sie sind widerstandsfähig und frosthart. Wenn sie standortgerecht ausgewählt und gepflanzt sind, brauchen sie kaum Pflege. Häufiges Gießen, Schädlingsbekämpfung, Düngung oder Frostschutz sind nicht nötig. Einheimische Tiere, vor allem viele Insektenarten, Vögel, Reptilien und kleine Säugetiere, sind abhängig von heimischen Pflanzen. Durch die schwindende Pflanzenvielfalt sind auch sie zunehmend bedroht. Mit einem Naturgarten, in dem heimische Pflanzen wachsen, bietet man diesen Tieren Nahrung und Unterschlupf.

Heimische Pflanzen für Naturgärten

Durch das steigende Interesse an naturnahen Gärten wächst auch der Bedarf an heimischen Pflanzen. Spezial-Gärtnereien wie "Ahornblatt" in Mainz erweitern immer wieder ihr Sortiment:

  • Die Pillnitzer Vitaminrose ist eine Strauchrose ohne Stacheln. Die rosafarbenen Blüten sind ungefüllt. Das ist bienenfreundlich. Die Hagebutten haben einen sehr hohen Vitamin C-Gehalt.
  • Der Gamander Spierstrauch wächst schnell. Er wird bis zu zwei Meter hoch. Der Strauch hat lichtgrüne Blätter und blüht im Frühjahr mit weißen Blüten. Diese sind im Gegensatz zu den üblichen Sorten fruchtbar. Der Gamander Spierstrauch bildet deswegen auch Samen aus, der Vögeln als Nahrung dient.
  • Der gemeine Pfeifenstrauch ist ein betörender Duftstrauch. Jedoch gibt es oft Zucht-Varianten, denen der Duft fehlt. Seine weißen Blüten erscheinen im Frühsommer. Der gemeine Pfeifenstrauch wird auch als falscher Jasmin oder Sommerjasmin bezeichnet. Der Strauch ist sommergrün und kann bis zu vier Meter hoch werden.
  • Der schwarze Geißklee ist ein reichverzweigter Strauch. Er erreicht eine Höhe von maximal einem Meter. Er blüht von Juni bis September unermüdlich. Die gelben Blüten sind ein Blickfang im Naturgarten.
Aufsicht auf Naturgarten mit angrenzenden Ziergärten

Gärten abseits vom Koniferen-Einheits-Grün

Der Naturgarten hebt sich von einem sterilen Einheitsgarten mit Rasenfläche und Hecke ab. Er macht wenig Arbeit und bietet Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen.

aus der Sendung vom

Do, 8.12.2016 | 18:15 Uhr

SWR Fernsehen BW

Blumen, eine Gießkanne, eine kleine Schaufel und Erde. Daneben eine Kreidetafel mit der Aufschrift "Sonntags, 15.15 Uhr".

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