Bitte warten...
Bei Worms erinnern Steintafeln mit Inschriften im Rhein, die "Hungersteine", an Jahre, in denen der Rhein nur wenig Wasser führte oder zugefroren war.

SENDETERMIN So, 19.1.2020 | 21:00 Uhr | SWR Fernsehen

Unser Rhein Im Fluss der Geschichte

Ungezähmt in den Alpen, begradigt bei Worms – unser Rhein hat viele Gesichter. An seinen Ufern liegen viele Schauplätze deutscher Geschichte. Andreas Fath entdeckt sie schwimmend.

Naturereignis, Wasserstraße, Grenzfluss

Der Rhein ist Naturereignis und Trinkwasserlieferant, er treibt Maschinen an, seit Jahrhunderten werden Waren und Kulturgüter auf ihm transportiert. Er bildet Grenzen, ist bis ins 20. Jahrhundert Kriegsschauplatz. Brücken überspannen ihn als Symbol der Einigung. Fabrikanlagen sind Zeugen der Industrialisierung im 19. Jahrhundert und des Wirtschaftsaufschwungs nach dem Zweiten Weltkrieg.

Vom Gebirgssee zur Papiermühle

Prof. Andreas Fath, der schon 2014 den Rhein komplett durchschwommen hat, führt zu wichtigen Schauplätzen der Geschichte und Gegenwart. Vom Tomasee bis zum Eingang ins Mittelrheintal zeigt er die vielen Gesichter des großen europäischen Stroms. Auf der Insel Reichenau im Bodensee stand einst die Wiege europäischer Kultur. In Basel diente der Fluss zum Antrieb von Papiermühlen, eines der ältesten Bücher wurde hier gedruckt: Das Narrenschiff.

Gold, Krieg und Gewerbe

Fath begegnet einem Goldsucher, der ein altes Gewerbe am Fluss am Leben erhält. Zwischen Basel und Karlsruhe erinnert links und rechts des Rheins vieles an Kriege, aber auch an die Annäherung der einstigen Erzfeinde Frankreich und Deutschland und das vereinte Europa. Hier wird der Strom zur begradigten Wasserstraße, die den Südwesten zum Industriestandort werden ließ. Bei Worms erinnern Hungersteine an die Abhängigkeit der Menschen vom Fluss.

Sendung vom

So, 19.1.2020 | 21:00 Uhr

SWR Fernsehen