Bitte warten...
Wendig und trittsicher galoppieren diese beiden Trakehner über die Weide.

SENDETERMIN So, 24.11.2019 | 20:15 Uhr | SWR Fernsehen

Des Königs letzte Pferde Trakehner

Die Trakehner sind eine der ältesten deutschen Reitpferde-Rassen. Einst für die Soldaten der Kavallerie gezüchtet, sind sie bis heute Vorbild für Züchter in aller Welt.

Wendige Pferde für die Kavallerie

Im 18. Jahrhundert wurden in Ostpreußen auf Wunsch von König Friedrich Wilhelm I. erstmals wendige, bewegliche Pferde für die Reiter der Kavallerie gezüchtet. Es entstand eine neue Rasse, die bald zum Inbegriff des deutschen Reitpferdes wurde.

Heimat Ostpreußen

Das Gestüt, in dem ab 1732 schwere Bauerngäule in wendige Militärpferde verwandelt wurden, hieß Trakehnen. Damals lag es in Ostpreußen, heute ist es ein kleines Dorf in der russischen Enklave Kaliningrad. 1945 überrollten sowjetische Truppen Ostpreußen, hunderttausende Menschen flohen in einem bitterkalten Winter Richtung Westen. Meist waren es Trakehner, die die Menschen trugen und die Wagen in sichere Gefilde zogen.

Entwicklung zum Reit- und Sportpferd

Nach dem Krieg begannen einige Pioniere, die wenigen und in alle Winde verstreuten Trakehner zu sammeln und mit der Zucht neu zu beginnen. Das war und ist harte Arbeit, denn diese Rasse wurde von Beginn an rein gezüchtet, es dürfen also nur englisches und arabische Vollblut zugeführt werden. Nicht nur wegen ihrer Herkunft gelten Trakehner als Aristokraten unter den Reit- und Sportpferden. Trakehner und ihre Besitzer, Züchter und Reiter sind ein Klan, traditionsbewusst, trotzig, intelligent.

Sendung vom

So, 24.11.2019 | 20:15 Uhr

SWR Fernsehen