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SENDETERMIN So, 20.7.2014 | 21:00 Uhr | SWR Fernsehen

Geschichte im Südwesten Stauffenberg - Eine Spurensuche

Nach dem misslungenen Attentat auf Hitler wurde Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 21.7.1944 erschossen. 2014 jährt sich sein Todestag zum 70. Mal. Die Dokumentation begibt sich auf Spurensuche.

Bei Rastenburg, Führerhauptquartier "Wolfsschanze". vlnr: Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Karl-Jesko von Puttkamer, unbekannt, Adolf Hitler, Wilhelm Keitel am 15.7.1944

Adolf Hitler beim Führerhauptquartier "Wolfsschanze". Li.: Claus Schenk Graf von Stauffenberg.

Nachdem das Attentat auf Hitler im Juli 1944 misslang, wurde Claus Schenk Graf von Stauffenberg gemeinsam mit engen Vertrauten aus dem Kreis des Widerstands gegen Hitler erschossen. Wer war dieser Mann? Was weiß man über ihn? Wie konnte er vom "Verräter" zur Identifikationsfigur eines "besseren Deutschland" werden?

Schloss Lautlingen, ehemaliger Sommersitz der Familie von Stauffenberg.

Schloss Lautlingen.

Der Film zeichnet Kindheit, Jugend und Erziehung Stauffenbergs nach, die geprägt war von einer schwäbisch-adeligen Familientradition und der Begeisterung des jungen Grafen für die Dichtung Stefan Georges. Er erzählt von der militärischen Karriere, die 1926 ihren Anfang nahm, und von Stauffenbergs Ehe mit Nina von Lerchenfeld, aus der fünf Kinder hervorgingen.

Berthold Graf von Stauffenberg

Berthold Graf von Stauffenberg

Zentrale Frage ist: Wie wird aus dem anfänglich begeisterten Offizier Hitlers ein Mann, der zunehmend auf Distanz zum NS-Regime ging und am 20. Juli 1944 das Attentat wagte? In den 40er-Jahren galt Stauffenberg als "Verräter", seit den 50ern wird er jedes Jahr im Bendlerblock, dem Ort seiner Erschießung, geehrt. Willy Brandt nannte ihn und seine Mitstreiter ein "Symbol des anderen, des besseren Deutschland". Wie wurde Stauffenberg vom Verräter zum Helden?