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Amerikanischer Soldat unter einer amerikanischen Flagge stehend

SENDETERMIN Do, 1.11.2018 | 18:15 Uhr | SWR Fernsehen RP

Die amerikanische Besatzung nach dem Ersten Weltkrieg Stars and Stripes am Deutschen Eck

Da sich die Enkel auf die Suche nach ihren Großvätern bzw. Großmüttern machen, finden nach Jahrzehnten die Nachfahren deutsch-amerikanischer Familien wieder zusammen.

Besatzung, Baseball und Kaugummi

Entlang der Mosel bis Koblenz, bis Neuwied, Andernach, Mayen, Adenau, Ahrweiler und bis in den Westerwald hinein erstreckte sich ab 1918 die amerikanische Besatzungszone. Mit ihr kamen erstmals Jazz, Baseball, Boxkämpfe, Kaugummi, Hamburger und wahrscheinlich auch Coca-Cola an den Rhein.

Fraternisierung verboten

Die deutsch-amerikanischen Beziehungen jener Jahre waren nicht nur politischer und kultureller Natur, sondern mitunter sehr persönlich: Mindestens 1.851 Kinder gingen aus den Beziehungen zwischen US-amerikanischen Soldaten und deutschen Frauen hervor, viele Ehen wurden, trotz Fraternisierungsverbot, geschlossen. Der amerikanische Dichter Charles Bukowski war eines dieser Besatzungskinder wie auch Karl Timmermann, der 1945 als erster amerikanischer Soldat über die Brücke von Remagen rechtsrheinisches Gebiet erreichte.

Auf den Spuren der Vorfahren

Die Anfangsjahre der deutsch-amerikanischen Beziehungen prägen Rheinland-Pfalz bis heute. Die Festung Ehrenbreitstein beispielsweise gäbe es ohne die Amerikaner heute nicht mehr. Sie entging der Zerstörung, die im Versailler Vertrag vorgesehen war, weil sie amerikanisches Hauptquartier wurde. Auf der Feste würdigt das Land diese Zeit mit einer großen Ausstellung.

Mit bislang unbekanntem Filmmaterial aus Washingtoner Archiven und der Hilfe des Mainzer Historikers Kai-Michael Sprenger begibt sich der Film auf Spurensuche.

Sendung vom

Do, 1.11.2018 | 18:15 Uhr

SWR Fernsehen RP

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