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Das ehemalige Giftgaslager der US-Armee in Clausen im Pfälzer Wald

SENDETERMIN So, 8.4.2018 | 10:50 Uhr | SWR Fernsehen

Die Geschichte der Amerikaner in der Pfalz Leben auf dem Pulverfass

Mit den US-Soldaten kommt nach 1945 auch der amerikanische Lebensstil in die Pfalz. Internationale Kriege, Krisen und Terroranschläge haben das Verhältnis zwischen Deutschen und Amerikanern seither immer wieder verändert.

Rock' n Roll in der Pfalz

Sie kommen nach dem Zweiten Weltkrieg und sie bringen einen neuen Lebensstil in viele pfälzische Städte und Gemeinden. Ihre Musik, ihre Kleidung, ihr Essen und ihre Autos: So ein bisschen eröffnen die Amerikaner den Pfälzern die große weite Welt. Und das amerikanische Militär lockt auch gerne zu seinen Tagen der offenen Tür in die Kasernen oder zu spektakulären Flugtagen auf die Flugplätze. Es entstehen viele Freundschaften in den 1950er und 1960er Jahren.

Widerstand gegen die "Waffenkammer"der Amerikaner

Ab den 1970ern wird die Einstellung zu den Amerikanern kritischer. Fluglärm, Aufrüstung, Nato-Doppelbeschluss: das amerikanische Militär wird zunehmend zur Belastung. Und die Pfalz zum Flugzeugträger und zur Waffenkammer. In Fischbach lagern Atomsprengköpfe, in Clausen Giftgas, Ramstein wird zum Brückenkopf der USA für die Kriege am Golf, im Irak und in Afghanistan.

Flugtag auf Ramstein Air Base in den 70ern

Flugtag auf Ramstein Air Base in den 1970ern

Beziehungswandel in Zeiten internationaler Krisen

Internationale Krisen und Terroranschläge haben das Miteinander von Pfälzern und Amerikanern stark verändert. Auch die Flugtagkatastrophe in Ramstein, der Abtransport des Giftgases oder der Absturz einer Galaxy: Immer wieder wurde die Beziehung von Einheimischen und amerikanischen Soldaten vor neue Herausforderungen gestellt. Deutsche und Amerikaner, die all das miterlebt haben, erzählen. In einer Zeit, in der die amerikanischen Militärs häufig sehr zurückgezogen leben, ein außergewöhnlicher Einblick.

Film von Bernd Schmitt