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Leutnant Rudolf Höß (Joel Basman) mit Kameraden

SENDETERMIN Mo, 17.9.2018 | 22:45 Uhr | Das Erste

Krieg der Träume Gewinner und Verlierer

Nach mehr als vier Jahren Krieg muss Deutschland im Herbst 1918 kapitulieren. Die wirtschaftliche Lage in Europa ist prekär. Während die Kluft zwischen Arm und Reich wächst, boomt in Berlin die Unterhaltungsindustrie.

Als die Waffen schweigen

Am 11. November 1918 ruhen die Waffen im ersten industriell geführten Massenkrieg der Menschheitsgeschichte. Im Januar 1919 kommen die Sieger in Paris zusammen, um auf der Friedenskonferenz die Zukunft Europas zu verhandeln. Die Deutschen werden gezwungen, einen Friedensvertrag zu unterschreiben, der in weiten Teilen der Bevölkerung für Empörung sorgt. In Europa steigen Inflation und Arbeitslosigkeit. In Deutschland gehen Rechte Freikorps und die Reichswehr brutal gegen streikende Arbeiter vor. Während die Kluft zwischen Arm und Reich wächst, boomt in Berlin die Unterhaltungsindustrie.

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Krieg der Träume

Menschen im Aufbruch

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Die Kosakensoldatin Marina Yurlova (Natalia Witmer) wird vor einem Erschießungskommando der Roten Armee gerettet. Sie will zurück an die Front, doch ein tschechischer Hauptmann setzt sie in einen Zug nach Wladiwostok.

Die Kosakensoldatin Marina Yurlova (Natalia Witmer) wird vor einem Erschießungskommando der Roten Armee gerettet. Sie will zurück an die Front, doch ein tschechischer Hauptmann setzt sie in einen Zug nach Wladiwostok.

Charles Edward Montague (David Acton), Chef der britischen Militärzensur, trifft bei Kriegsende im belgischen Mons auf einen deutschen Offizier, der ihn um Schutz bittet. Montague lehnt ab. Wenige Tage später findet er den Offizier, ermordet von den eigenen Leuten.

Die Polin Apolonia Chalupiec (Michalina Olszanska) träumt vom Film. Regisseur Ernst Lubitsch gibt der jungen Frau, die sich Pola Negri nennt, die Hauptrolle in "Carmen". Pola genießt den Erfolg und das wilde Leben in Berlin.

Marie-Jeanne Picqueray (Solène Rigot) kämpft in St. Nazaire mit der Spanischen Grippe. Als sie wieder gesund ist, flieht sie aus der Enge der Provinz nach Paris, wo sie sich in den serbischen Anarchisten Dragui verliebt. Gemeinsam kämpfen sie für eine freie Gesellschaft.

Für den Unteroffizier Rudolf Höß (Joel Basman, r.) ist die Niederlage Deutschlands eine Katastrophe. Er verachtet die junge Weimarer Republik. Gleichgesinnte findet er im Freikorps Roßbach, in dem ehemalige Soldaten das Vaterland auf eigene Faust verteidigen.

Hans Beimler (Jan Krauter) ist Matrose der kaiserlichen Hochseeflotte in Cuxhaven. Als seine Mannschaft im Oktober 1918 zu einer letzten, aussichtlosen Schlacht auslaufen soll, meutert die Besatzung und schließt sich dem Kieler Matrosenaufstand an.

Minister Silvio Crespi (Gennaro Cannavacciuolo) verhandelt für Italien bei der Pariser Friedenskonferenz im Jahr 1919. Sein Land fordert neue Gebiete in den Alpen und an der Adria. Streit entbrennt um die Hafenstadt Fiume, die US-Präsident Wilson dem neuen Königreich der Serben und Kroaten zuschlagen will.

Dreiteiliger Dokumentarfilm Deutschland 2018