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Portrait Friedrich Wilhelm Raiffeisen im Hintergrund ein altes Schriftstück mit dem Titel "Dahrlehenskassen-Vereine" - Collage

SENDETERMIN So, 25.3.2018 | 10:45 Uhr | SWR Fernsehen

Der Weltverbesserer aus dem Westerwald Friedrich Wilhelm Raiffeisen

"Einer für alle, alle für einen" - nach diesem Motto gründete Friedrich Wilhelm Raiffeisen vor mehr als 150 Jahren die ersten deutschen Genossenschaften. Seine Idee ist inzwischen UNESCO-Weltkulturerbe. Am 30. März 1818 wurde Raiffeisen in Hamm an der Sieg geboren.

Einer für alle, alle für einen

"Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele." Das Motto von Friedrich Wilhelm Raiffeisen ist auch nach mehr als 150 Jahren noch aktuell: Weltweit sind rund 800 Millionen Menschen in Genossenschaften organisiert. Nicht nur in der Landwirtschaft oder im Bankwesen, sondern auch in Schulen, Energieunternehmen - und sogar in der Mainzer Fastnacht. Überall begegnet man den Ideen des Sozialreformers aus dem Westerwald. Für viele japanische oder amerikanische Gruppen gehört deshalb ein Besuch seiner Wirkungsstätten zu jeder Deutschlandreise - im Ausland ist er fast so bekannt wie die Loreley.

Japanerin neben einem Denkmal von Friedrich Wilhelm Raiffeisen

Bei Japanern fast so bekannt wie die Loreley: Friedrich Wilhelm Raiffeisen, Vater der Genossenschaften aus dem Westerwald.

Der Weltverbesserer aus dem Westerwald

Geboren wird Raiffeisen 1818 in Hamm an der Sieg. Christliche Werte spielen bei seiner Erziehung eine große Rolle und prägen ihn ein ganzes Leben lang. Um die Not der Bauern zu lindern, gründet er im Hungerwinter 1846 den Weyerbuscher Brodverein - eine Gemeinschaft, in der sich alle einbringen. Bildung für alle, eine effektive Landwirtschaft und Straßenbau sind sein Anliegen. Mit dem Heddesdorfer Darlehenskassenverein legt er schließlich den Grundstein für die Genossenschaftsbanken.

Raiffeisenmuseum in Flammersfeld - Ansicht von außen

Das Raiffeisenmuseum in Flammersfeld erinnert an das Erbe des berühmten Sozialreformers aus dem Westerwald und ist heute ein Publikumsmagnet für Besucher aus aller Welt.

Genossenschaft macht Schule

Fast zeitgleich entstehen in Sachsen Kredit- und Konsumvereine, auf Initiative von Hermann Schulze-Delitzsch, der als Abgeordneter im Reichstag das Genossenschaftsgesetz durchsetzt. Inzwischen ist die Genossenschaftsidee als immaterielles Kulturerbe der Menschheit von der UNESCO anerkannt.

Ein Film von Jutta Kastenholz, Internetfassung: Lydia Egger