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 Rheinschlucht Ruinaulta: Zwischen schroffen Felsen bahnt sich der türkisblaue Rhein seinen Weg durchs Gebirge.

SENDETERMIN So, 15.9.2019 | 20:15 Uhr | SWR Fernsehen

Vom Zauber der Alpenrepublik Die Schweiz von oben

Von oben sieht man gut, was die kleine Schweiz stark macht: atemberaubende Berglandschaften, in deren Schutz die selbstbewussten Eidgenossen Geschichte schrieben.

Das Matterhorn - imposantes Wahrzeichen

Als vor Millionen Jahren die afrikanische und die europäische Kontinentalplatte aufeinanderstießen, formten sie das Wahrzeichen der heutigen Schweiz: das Matterhorn. Seine Schönheit hat Dichter und Maler inspiriert, seine Gefährlichkeit die Abenteurer. 500 Menschen haben beim Versuch, den Gipfel des Matterhorns zu besteigen, ihr Leben verloren.

Der Goliath aus den Bergen

Die Schweiz hat von ihren Bergen schon früh profitiert. Im Schutz der Gebirge konnten die Kantone wachsen und gedeihen. Die Schweiz gibt sich klein und bescheiden, ist in Wirklichkeit aber ein bedeutender Motor fürs Geschäftsleben und die Idee der Freiheit, ein Goliath, der als David daherkommt.

Berner Eigen-Sinn

Im geschützten Raum konnte die Idee der Freiheit früher wachsen als in anderen europäischen Regionen. Im Mittelalter schafften es die Eidgenossen unter der Führung von Bern, die fremden Herrscher aus Burgund abzuschütteln, ebenso die Habsburger, die sich aus ihrem Stammland, der Schweiz, schmachvoll zurückziehen mussten. Der kleine Stadtstaat Bern wuchs zu einer europäischen Großmacht heran. Heute ist das kaum mehr vorstellbar. Vielen Schweizern geht das Wort "Hauptstadt" für Bern kaum über die Lippen; für sie ist Bern die Bundesstadt der Schweiz. Die Eidgenossen lieben den Eigensinn.

Auf neutralem Terrain

Im Rückblick ist das Streben nach Neutralität aber keine Schwäche, sondern ein Erfolgsmodell, dessen Wertschöpfung sich vor allem am Genfer See zeigt. Dutzende internationaler Organisationen haben sich zwischen Genf und Montreux niedergelassen, allen voran die UNO, das Rote Kreuz und das Olympische Komitee.

Gipfel-Tourismus

Im 19. Jahrhundert war die Schweiz Vorreiter bei der Entwicklung des Tourismus. Ihre Berge wurden zu Sehnsuchts-Zielen. Der britische Reiseanbieter Thomas Cook brachte 1863 eine erste Reisegruppe aus England ins Wallis und das Berner Oberland. Dann kamen, wieder aus England, die Kletterer. Mit Hilfe einheimischer Bergführer erkämpften sie sich Gipfel um Gipfel. Dramatische Wettläufe bewegten die Welt, wie 1865 bei der Erstbesteigung des Matterhorns. Sie glückte dem Engländer Edward Whymper im achten Anlauf, aber auf dem Rückweg verlor er die halbe Seilschaft.


Der Film zeigt das Panorama der Schweiz und ihre atemberaubenden Landschaften und er gibt einen spannenden Abriss der Geschichte der Alpenrepublik.

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So, 15.9.2019 | 20:15 Uhr

SWR Fernsehen