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Blick auf die Moselschleife Zeller Hamm

SENDETERMIN Mo, 27.5.2019 | 10:30 Uhr | SWR Fernsehen

Ein Fluss und seine Geschichte Die Mosel

Steile Hänge und grandiose Aussichten, die Mosel ist einer der atemberaubendsten Flüsse Deutschlands. Aber die Arbeit an ihren Ufern ist noch nie einfach gewesen. Dennoch entscheiden sich gerade junge Leute wieder für ein Leben an der Mosel - in Frankreich, Luxemburg und Deutschland.

Mosel-Winzerinnen 4.0

Rebecca Materne kommt aus dem Ruhrgebiet, Janina Schmitt aus Hessen. 2012 haben die Freundinnen ein Weingut in Winningen bei Koblenz gepachtet - und bauen an den Hängen mit einer Neigung von mehr als 50 Grad Riesling an - ohne Einsatz von Maschinen, ohne Pestizide. Das Leben der beiden ist geprägt von der Unwägbarkeit des Wetters und harter Arbeit: Rebenbinden im Frühjahr, Flaschenabfüllung im Sommer, Traubenlese im Herbst. Ohne die Hilfe von Familie und Freunden wäre das nicht zu schaffen. Wenn beide einmal vom Weinbau leben wollen, muss ihr Unternehmen wachsen. Doch da sind "Materne & Schmitt" optimistisch.

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Die Mosel

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Rebecca Materne (l.) und Janina Schmitt haben sich 2012 als Winzerinnen in Winningen selbständig gemacht. Gemeinsam bewirtschaften sie einige der steilsten Hänge, die es an der Mosel gibt.

Rebecca Materne (l.) und Janina Schmitt haben sich 2012 als Winzerinnen in Winningen selbständig gemacht. Gemeinsam bewirtschaften sie einige der steilsten Hänge, die es an der Mosel gibt.

Épinal, Blick auf den Rosengarten. Der Rosengarten von Épinal liegt direkt am Moselufer. Für Kanuten ist der Fluss hier in Frankreich ein Paradies.

Im Rosengarten von Épinal. Kindergartenkinder besuchen gerne die 100-jährige Gartenanlage.

Kajaksport auf der Mosel bei Metz

Jean Hilfiger an der Mosel bei St. Nabord. Jean Hilfiger hat 1944 als 14jähriger amerikanischen Soldaten geholfen, die Mosel zu überqueren. Am anderen Flussufer bei St. Nabord lagen damals nur wenige Wehrmachtssoldaten.

Metz, Blick auf den Temple Neuf. Die Innenstadt von Metz ist von Kanälen und Seitenarmen der Mosel durchzogen. Der Temple Neuf, eine evangelische Kirche, liegt auf einer Halbinsel im Fluss.

Beilstein besitzt eines der am besten erhaltenen Ortsbilder an der Mosel. Auch hier sind die Dächer mit "Moselschiefer" gedeckt. Das schreibt die Gemeindesatzung vor.

Blick vom Prinzenkopfturm auf Bullay Im Moseltal geht es eng zu. Die Dörfer nutzen den wenigen Platz zwischen den Hängen und dem Fluss. Hier der Blick auf Bullay.

Blick vom Bremmer Calmont auf die Moselschleife
Der Blick vom Bremmer Calmont auf die Mosel ist atemberaubend. Der Fluss ändert hier seine Richtung um 180 Grad. An den Hängen wird Wein angebaut.

Das Brückentor ist das Wahrzeichen von Traben-Trarbach. Es wurde 1899 gebaut.

Wissenschaftler aus Trier sind auf dem Nachbau eines antiken Lastkahns auf der Mosel unterwegs.

Zerfallene Türme und Gebäude zeugen von der Bedeutung der Mosel als Handelsweg.

Altes Brauchtum: Zum Johannistag wird ein riesiges brennendes Holzrad vom Berg hinunter in den Fluss gerollt.

Zwischen Koblenz und Trier kreuzen Personenschifffahrten auf der Mosel. Die Rundfahrten sind sehr beliebt.

Vom Prinzenkopfturm bietet sich ein spektakulärer Ausblick über die knapp 14 Kilometer lange Moselschleife Zeller Hamm.

Leben mit Brauchtum

Die Menschen an der Mosel lieben ihre Heimat. Der Fluss bietet Geborgenheit. Und deshalb leben in manchen Orten an der Mosel Bräuche und Traditionen wie vor Jahrhunderten. Im französischen Contz-les-Bains, im Dreiländereck von Frankreich, Luxemburg und Deutschland, bereiten junge Männer zum Johannistag ein grandioses Spektakel vor. Ein riesiges Holzrad soll brennend von einem Berg bis hinunter in den Fluss rollen. Klappt das, dann verheißt es eine gute Ernte!

Die Mosel - Lebensader im Wandel

Die Mosel in Frankreich hat sich infolge des Strukturwandels komplett verändert - anstelle von Fördertürmen und Eisenhütten immer mehr Naturschutzgebiete. Die Menschen in Lothringen erleben die Mosel neu: In Épinal ist es für Jugendliche "cool" Kajak zu fahren; und in Metz verbringen die Ruderer sportliche Stunden bei einer Tour durch das historische Zentrum. Lothringen ist auch berühmt für Mirabellen. Der größte Teil der europäischen Produktion stammt aus dem Moseltal südlich von Metz.
Leben und Arbeit an der Mosel haben sich verändert. Auch die Fischer müssen sich umstellen und verdienen ihr Geld im Naturschutz - so wie Thomas Weber. Der junge Mann hat sein Studium aufgegeben, um die Fischerei seines Vaters zu übernehmen. Die Mosel bietet Vielen eine Perspektive; der Film stellt entlang des Flusses Menschen mit Ideen, Tatkraft und ambitionierten Zielen vor.