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Luftaufnahme Weinlandschaft Kaiserstuhl

SENDETERMIN Fr, 24.4.2020 | 15:15 Uhr | SWR Fernsehen

Der Südwesten von oben Das Badische Land

Weinterrassen formen riesige Stufen in den Kaiserstuhl, die überfluteten Wälder der Rheinauen verführen zu abenteuerlichen Kanufahrten und die Pfahlbauten in Unteruhldingen lassen die Steinzeit wieder auferstehen.

Vom Homo Heidelbergiensis bis Napoleon

Auf der Landkarte sieht Baden aus, wie ein schmaler, langgezogener Schlauch entlang der deutsch-französischen Grenze. Napoleon formte das Land als Bollwerk gegen seine Feinde. Heute bildet es mit dem Schwabenländle ein Bundesland, doch seine Geschichte reicht viel weiter zurück. Die Gegend entlang des Neckars bei Heidelberg durchstreifte der erste bekannte Badener vor 600.000 Jahren: der Homo Heidelbergiensis.

Stadt und Land am Neckar

Heute ruhen seine Überreste in der romantischen Universitätsstadt am Neckar. Bei Mannheim mündet der wilde Kerl, wie die Kelten den Neckar nannten, in den Rhein. Gemeinsam zeichnen sie das Rhein-Neckar-Dreieck in die Landschaft, eines der wichtigsten Industriezentren Deutschlands. Carl Benz erfand in Mannheim das Automobil – eine Sternstunde am badischen Tüftlerfirmament.

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Impressionen aus dem Badischen Land

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Neuf-Brisach ist eine der zahlreichen Festungsstädte, die vom Festungsbauer Prestre de Vauban für den Sonnenkönig, Ludwig XIV. geplant und erbaut wurden. Sie hat die Form eines Achtecks.

Neuf-Brisach ist eine der zahlreichen Festungsstädte, die vom Festungsbauer Prestre de Vauban für den Sonnenkönig, Ludwig XIV. geplant und erbaut wurden. Sie hat die Form eines Achtecks.

Die Pfahlbauten in Unteruhldingen am Bodensee sind Rekonstruktionen. Sie zeigen, wie die Menschen in der Bronzezeit gelebt haben. Am Bodensee gab es ca. 400 Siedlungen.

Der Rebenbummler ist ein fahrendes Museum. Die historische Eisenbahn fährt gemächlich durch die wunderschönen Weinberge des Kaiserstuhls.

Karlsruhe ist eine barocke Planstadt in Form eines Fächers. 32 Straßen gehen ringförmig vom Karlsruher Schloss aus. Gut zu sehen von der Aussichtsplattform des Schlossturmes.

Grenzland, Schwarzwald, Bodensee

Hinter Karlsruhe bildet der Rhein gen Süden die natürliche Grenze zwischen Frankreich und Deutschland. Was einst trennte, verbindet heute. Entlang seiner Ufer reihen sich illustre Städte wie Perlen aneinander, darunter Baden-Baden und Freiburg. Östlich des Rheins erhebt sich der Schwarzwald. Er reicht von Pforzheim im Norden bis nach Lörrach in den Süden. Abgelegene Schwarzwaldhöfe passen sich in Lichtungen auf seine Anhöhen, ihr dunkles Holz ist gegerbt von Wind und Wetter. Allerlei Überraschungen verbergen sich in den umliegenden Wäldern: düstere Märchen, dunkle Moorseen und im Winter die verschneiten Gipfel des Feldberges.
Im Süden Badens glitzert der Bodensee – Sehnsuchtsort zahlreicher Künstler und Ruhesuchender. Deutschland, Österreich und die Schweiz teilen sich den größten Trinkwasserspeicher Europas. In vielen Sprachen wird der Bodensee nach der badischen Stadt Konstanz benannt: lake Constance, lac de Constance, lago di Constanza. Die Statue der Imperia im Hafen von Konstanz verrät warum.