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Der Bahnhof von Bad Kleinen, wo die Festnahme von Wolfgang Grams und Birgit Hogefeld in einem Desaster endete. - Bildmontage

Der GSG 9-Einsatz in Bad Kleinen Chronik der Ereignisse

Anfang der 1990er Jahre

Dem Verfassungsschutzbeamten Klaus Steinmetz gelingt es, als V-Mann in die RAF vorzudringen.

Februar 1992

Klaus Steinmetz trifft erstmals Birgit Hogefeld in Paris.

24. Juni 1993

Birgit Hogefeld und Klaus Steinmetz treffen sich in Wismar. Ein geplanter Zugriff durch die Polizei wird jedoch abgebrochen.

27. Juni 1993

Birgit Hogefeld und Klaus Steinmetz treffen sich mit RAF-Mitglied Wolfgang Grams in Bad Kleinen. Die Polizei plant die Festnahme der RAF-Terroristen, mehr als 70 Polizeibeamte sind im Einsatz. Als die Observierten ein Café verlassen, informiert ein GSG-9-Beamte an einem Tunneleingang positionierte Kollegen. Aufgrund eines missverständlichen Funkspruches geht der Beobachter in den Tunnel, wo er Grams sieht. Die GSG 9 muss zugreifen, obwohl der Abstand zu den RAF-Mitgliedern eigentlich zu weit ist.

Es kommt zu einem Schusswechsel zwischen der Spezialeinheit, Grams und Hogefeld. Während Hogefeld und Steinmetz festgenommen werden, eröffnet Grams das Feuer auf mehrere Beamte. Michael Newrzella wird dabei so schwer verletzt, dass er später im Krankenhaus stirbt. Wolfgang Grams erleidet einen Kopfschuss und stirbt ebenfalls kurz darauf in einer Lübecker Klinik.

1. Juli 1993

Das Fernseh-Magazin "Monitor" sendet den Augenzeugen-Bericht einer Kiosk-Verkäuferin, nach deren Aussage Grams "regelrecht hingerichtet worden" war.

4. Juli 1993

Bundesinnenminister Rudolf Seiters tritt daraufhin zurück.

August 1993

Klaus Steinmetz wird ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen und lebt heute mit neuer Identität im Ausland.