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Luftaufnahme der Völklinger Hütte

SENDETERMIN So, 30.9.2018 | 20:15 Uhr | SWR Fernsehen

Eine Geschichte der Völklinger Hütte Der eiserne Schatz

Einst hat das Eisenhüttenwerk der Stadt und dem Land Wohlstand gebracht. Heute ist es UNESCO Welterbe. Bringt das Stolz und Kapital zurück?

Kein Rauch mehr über der Hütte

Die Luft ist wieder rein. Über 100 Jahre hatte das Eisenhüttenwerk die Stadt Völklingen in Qualm, Ruß und Gestank gehüllt. Selbst die Ziegen, die manche Hüttenarbeiter in ihren Siedlungen hielten, hatten zuerst den Ruß von den Grashalmen geblasen, bevor sie zubissen. Aber als 1986 die letzten Feuer in den Hochöfen ausgingen, atmete niemand auf. Ihr "altes Schätzchen", so nannten die Völklinger liebevoll die Dreckschleuder mitten in der Stadt, hatte den letzten Schnaufer getan und wurde betrauert.

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Die Völklinger Hütte

Von der Wirtschafts-Maschine zum Industriedenkmal

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Industriedenkmal von Weltruf: UNESCO Welterbe Völklinger Hütte

Industriedenkmal von Weltruf: UNESCO Welterbe Völklinger Hütte

Das ehemalige Hüttengelände: heute Kunstgalerie von internationalem Ruf

Als die Öfen noch brannten: Arbeiter in der Völklinger Hütte bei der Arbeit am Hochofen um 1960.

Manfred Baumgärtner, ehemaliger Hochöfner

Hochöfner Manfred Baumgärtner nach Feierabend am Grill: Völklinger Grillpartys waren einst legendär.

Spätes Idyll: der ehemalige Hüttenarbeiter Detlef Thieser füttert Enten auf dem Hüttengelände.

Beliebte Kulisse für Hochzeitsfotos: die Hochofenbühne des Weltkulturerbes

Detlef Thieser, der ehemalige Hüttenschlosser, ist heute Fremdenführer im Weltkulturerbe.

Der Stolz der Hüttenarbeiter

Die Arbeit an den Hochöfen, in Kokerei und Walzwerk war hochgefährlich, die Folgen waren Staublungen, Verbrennungen, auch Todesfälle kamen vor. Und doch war man stolz Hüttenarbeiter zu sein, ein harter, furchtloser Kerl, Teil einer Maschine, die einer ganzen Stadt, einem ganzen Land Wohlstand und Arbeit bescherte.

Von der Wirtschaftswunder-Maschine zum Industriedenkmal

Als die Wirtschaftswunder-Maschine nicht mehr rentabel war und stillgelegt wurde, war das für viele vor Ort eine harte Zäsur. Und heute? Teil des Welterbes der Menschheit zu sein, als erstes Industriedenkmal überhaupt 1994 in die Liste der zu schützenden Orte aufgenommen worden zu sein - bringt das den verlorenen Stolz und den Wohlstand zurück?