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"Low Bug" - ein tiefergelegter VW Käfer auf dem Bugfest im belgischen Spa.

SENDETERMIN So, 9.6.2019 | 15:45 Uhr | SWR Fernsehen

Auto-Ikonen Der Käfer

Er hat die Menschen auf allen Kontinenten mobil gemacht. Entwickelt als erschwinglicher Kleinwagen nach amerikanischem Muster, hat der VW Käfer längst Kultstatus erreicht.

Der Traum des Ferdinand Porsche

Der VW Käfer wurde mehr als 22 Millionen Mal gebaut und in mehr als 150 Länder exportiert. Der Käfer ist jedoch keine Entwicklung von Volkswagen. Erfinder des funktionalen, einfachen Konzepts ist Ferdinand Porsche, der bereits vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs von der Massenproduktion eines erschwinglichen Kleinwagens nach amerikanischem Muster träumt. Im Auftrag der nationalsozialistischen Deutschen Arbeitsfront entwickelt er in den 1930er Jahren den "Kraft durch Freude" (KDF)- Wagen. So bezeichnen die Nazis den buckligen Zweitürer mit luftgekühltem Boxer-Heckmotor.

Kleinwagen mit Potential

Im Niemandsland bei Fallersleben in Norddeutschland entsteht seinerzeit die größte Automobilfabrik Europas. Im Krieg werden dort anstelle von KDF-Wagen Rüstungsgüter produziert. Als nach Kriegsende die Demontage des Werks im Raum steht, genehmigen die britischen Besatzer die Wiederaufnahme der Autoproduktion. Es ist der Startschuss einer Weltkarriere. In den späten 1950er Jahren verhilft der spätere VW-Chef Carl H. Hahn dem Käfer in den USA als wichtigstem Weltmarkt zum Durchbruch.

Kult und Kuriositäten

Heute hat der Käfer längst Kultstatus. Das Bug-Fest auf dem Formel 1 Kurs im belgischen Spa ist eines der verrücktesten Käfer-Treffen Europas. Der Film präsentiert die größte private Käfer-Sammlung der Welt und zeigt beeindruckende Sonderkarosserien auf Käfer-Basis. Modelle aus der spannenden Frühentwicklung und Serienfertigung des Käfers, darunter die ältesten existierenden Käfer, wurden zuvor noch nie öffentlich gezeigt.