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SENDETERMIN So, 12.8.2018 | 20:15 Uhr | SWR Fernsehen

100 Jahre Landwirtschaft im Südwesten Wie die Technik aufs Land kam

Der erste Mähdrescher in Weisweil am Kaiserstuhl - für die einen ist er das Böse schlechthin, Technik der "Siegermächte" - für die anderen das Symbol des Fortschritts. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs tritt die Technik ihren Siegeszug in der Landwirtschaft an.

Technik - Fluch oder Segen?

Geschichten aus der Nordpfalz, dem Saarland, von der Ahr, vom Kaiserstuhl, und aus dem Hohenlohischen zeigen das Leben und Arbeiten auf dem Land. Einst noch geprägt von Handarbeit mit Ochsen und Pferden, bestimmen zunehmend Maschinen das Bild in der Landwirtschaft. Traktor, Pflug und Mähdrescher übernehmen die schweißtreibende Arbeit auf den Feldern.

Bei der Kartoffelernte auf dem Feld.

Bei der Kartoffelernte

Wandel für die Sinne

Mit der Technik verändert sich auch das Leben auf dem Land. Bis Mitte der 1970er Jahre haben sich die Maschinen in der Landwirtschaft flächendeckend durchgesetzt. Wagenmacher und Korbmacher sind längst verschwunden. Die Technisierung in der Landwirtschaft ist die Geschichte eines Wandels, der sich sinnlich erleben lässt. Früher nämlich konnte man die "Landluft" riechen, heute machen die Maschinen das Dorf und die Fluren so laut wie die Stadt.

Lanz-Traktor beim Wettpflügen auf dem Feld

Mit zu den ersten Traktoren auf dem Markt gehören auch die "Lanz Bulldogs" aus Mannheim. Ab den 1950er Jahren messen sich Mensch und Maschine beim Wettpflügen auf dem Acker.

Der Wandel geht weiter, wenn auch nicht immer so wie vorhergesehen. "Das ist erst der Anfang der Technik", sagte ein Opa seinem Enkel damals, als der erste Mähdrescher durchs Dorf fuhr: "Bei der nächsten Generation kommen fertige Brote hinten raus."

Ein Film von Manfred Ladwig