Bitte warten...
Kaufleute der Ravensburger Handelsgesellschaft am Tisch versammelt (Spielszene).

SENDETERMIN So, 29.7.2018 | 20:15 Uhr | SWR Fernsehen

Die Geschichte des Südwestens Wie wir im Mittelalter lebten

Das Mittelalter - alles andere als ein düsteres Zeitalter. Aus der Ständegesellschaft entwickelt sich eine Gesellschaft, in der die Bürger ihr Leben immer mehr selbst bestimmen.

Vom Leibeigenen zum Bürger - die neue Freiheit in den Städten

Das Mittelalter - es ist die Zeit, in der viele kleine Fürstentümer entstehen und Städte, in denen jeder Leibeigene zum Bürger werden kann. Klöster entwickeln sich zu Machtzentren und zu Orten, an denen Wissenschaft und Kultur gepflegt werden. Aus der von ritterlichen Idealen geprägten Ständegesellschaft entwickelt sich eine Gesellschaft, in der die Bürger ihr Leben immer mehr selbst bestimmen.

1/1

Leben im Mittelalter

In Detailansicht öffnen

Die Burg Eltz bei Münstermaifeld in der Eifel. Sie ist eine der wenigen Burgen im Südwesten, die nie erobert werden konnten.

Die Burg Eltz bei Münstermaifeld in der Eifel. Sie ist eine der wenigen Burgen im Südwesten, die nie erobert werden konnten.

Seit dem 12. Jahrhundert leben Ritter auf Burg Eltz . Was sich dort im Laufe der Zeit alles verändert hat, erklärt Karl Graf zu Eltz, der 33. Nachfahre des allerersten Burgherren Lena Ganschow.

Wie auf dem Mainzer Hoftag 1184 sind heute die Waffengänge der Ritter die Attraktion jedes historischen Ritterfestes - hier auf dem Ritterturnier Wiblingen.

Stauferkaiser Friedrich I. Barbarossa (Berth Wesselmann) herrscht als Kaiser über das Heilige Römische Reich. Regieren kann er jedoch nur mit Unterstützung der mächtigen Fürsten im Land.

1184 lädt Kaiser Friedrich I. Barbarossa zum Hoftag nach Mainz ein. Über 20.000 Menschen begehen eines der bedeutendsten Feste des Mittelalters in den Maarauen.

Beim Hoffest in Mainz gibt es Streit um die Sitzordnung. Der Abt zu Fulda muss seinen Platz verlassen. (Spielszene)

Heinrich (Paul Schlösser, r.) und Friedrich, die beiden Söhne Kaiser Barbarossas (Berth Wesselmann, M.), werden auf dem Mainzer Hoftag 1184 feierlich zu Rittern geschlagen.

Hildegard von Bingen (Caroline Sessler) ist bis heute bekannt für ihre Heilkunst.

Das ehemalige Benediktinerkloster Disibodenberg bei Odernheim am Glan. Hier begann 1112 das Klosterleben der Hildegard von Bingen.

Weil sie die Heilkräfte der Natur nutzte, gilt Hildegard von Bingen (Caroline Sessler) vielen als "Kräuterheilige".

Die Ruinen lassen es noch erahnen - das Kloster Disibodenberg war eine Stadt im Kleinen, die alles geboten hat, was eine Gemeinschaft zum Leben braucht.

Weil sie himmlische Stimmen hört, wird die Nonne Hildegard (Caroline Sessler) ins Kreuzverhör genommen: ist es der Teufel oder ist es Gott, der zu ihr spricht?

Nonne Hildegard (Caroline Sessler) bricht mit vielen Konventionen. Sie will ihr eigenes Kloster gründen.

Die Welfengründung Ravensburg wird seit dem 13. Jahrhundert von den Bürgern selbst regiert.

Der 51 Meter hohe "Mehlsack" ist Zeichen des selbstbewussten Ravensburger Bürgertums.

Zunftscheibe der Ravensburger Schneider von 1763. Zunftscheiben waren seit dem Mittelalter die gemalten Mitgliederlisten der Zünfte.

Henggi Humpis (Markus Gehrlein, stehend) gehört zu den Gründern des Großen Ravensburger Handelsgesellschaft.

Der Kaufmann Henggi Humpis (Markus Gehrlein) bewirbt sich in Ravensburg um das Amt des Bürgermeisters.

Das Familienwappen der Ravensburger Kaufmannsfamilie Humpis am Humpis-Quartier, Ravensburg

Friedrich I. Barbarossa

Stauferkaiser Friedrich I. Barbarossa (Berth Wesselmann

Stauferkaiser Friedrich I. Barbarossa (Berth Wesselmann) herrscht als Kaiser über das Heilige Römische Reich.

Friedrich I. Barbarossa, Staufer und römisch-deutscher Kaiser. Mehr als 30 Jahre herrscht er über das Heilige Römische Reich. Aber er muss seine Macht mit anderen einflussreichen Fürsten teilen – und die wollen mitbestimmen. Mit einem großen Hoffest in Mainz will Barbarossa an Pfingsten 1184 seinen Machtanspruch noch einmal unterstreichen. Doch das Fest verläuft anders als geplant ...


Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen, Nonne und Universalgelehrte. Weil sie als Heilkundige und Prophetin gilt, die ihre Anweisungen direkt von Gott erhält, kommen Menschen von nah und fern zu ihr. Die Benediktinerabtei Disibodenberg wird durch ihr Wirken zu einem weit hin bekannten Kloster. Doch Hildegard überwirft sich mit dem Abt. Sie will weg und selbst Äbtissin in einem eigenen Kloster werden - gegen alle Widerstände.

1:27 min

Mehr Info

Hildegard von Bingen

Ihr Ruf als Heilkundige verbreitet sich schnell. Von nah und fern kommen Menschen zu Hildegard von Bingen in die Benediktinerabtei Disibodenberg.


Henggi Humpis

Der Kaufmann Henggi Humpis (Markus Gehrlein) in bürgerlichem Ornat

Der Ravensburger Kaufmann Henggi Humpis (Markus Gehrlein)

Henggi Humpis, Fernhändler und Bürgermeister. Siebenundsiebzig Mal stellt die Familie Humpis den Bürgermeister in der Freien Reichsstadt Ravensburg. Zu Reichtum und Ansehen ist sie durch den Fernhandel gekommen. Als Henggi Humpis 1380 die "Große Ravensburger Handelsgesellschaft" ins Leben ruft, wird das Unternehmen zum durchschlagenden Erfolg.