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Eine Szene des Dreißigjährigen Krieges als zeitgenössische Malerei des Museums Alte Bischofsburg in Wittstock

SENDETERMIN Fr, 9.10.2015 | 8:30 Uhr | SWR2

SWR2 Wissen | ARD-Themenwoche: Heimat Mit Gewalt zum rechten Glauben

Der Dreißigjährige Krieg im deutschen Südwesten

Von Pia Fruth

1618 beginnt mit dem Prager Fenstersturz der erste paneuropäische Krieg der Geschichte. Nur vordergründig geht es dabei um einen Kampf zwischen Katholiken und Protestanten. Tatsächlich ist der "Teutsche Krieg", wie er schon bald genannt wird, ein Streit um die Vorherrschaft zwischen den europäischen Großmächten Spanien, Frankreich, Schweden und dem deutschen Kaiser. Bis zum westfälischen Frieden 1648 fordern Hunger, Seuchen und große Schlachten wie die bei Nördlingen etwa 4 Millionen Opfer. Im deutschen Südwesten überlebt nur ein knappes Drittel der Bevölkerung. Ein Schuhmachermeister aus Ulm hinterlässt eine Chronik, die zeigt, dass der Dreißigjährige Krieg sehr viel mehr als ein Religionskrieg war. (Produktion 2009)