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SENDETERMIN Fr, 18.8.2017 | 18:15 Uhr | SWR Fernsehen

Zeitlos schön Sommer im Appelbachtal

Das Appelbachtal erstreckt sich zwischen dem Donnersberg in der Pfalz und Bad Kreuznach an der Nahe - ein überschaubares Tal von gerade mal 40 Kilometer Länge. "Die Uhren gehen hier langsamer", sagen die einen. Andere behaupten mit Fug und Recht, dass manch einer im Appelbachtal seiner Zeit voraus ist. Wie passt das denn zusammen? "Fahr mal hin" geht genau dieser Frage nach und trifft dabei auf Menschen, die allesamt eine besondere Beziehung zu Zeit haben.

Marionettenwerkstatt

Schauspieler Michael Pietsch baut in Sankt Alban seine Marionetten.

Da ist der Schauspieler und Puppenbauer Michael Pietsch, der seit Jahren zwischen großen Theaterbühnen und dem Appelbachtal hin und her pendelt. In Sankt Alban im Appelbachtal hat er seine Werkstatt. Wenn er hier seine Marionetten baut, vergisst er manchmal die Zeit.

Den Bürgermeister von Würzweiler hält seit Jahren der Glockenturm oder besser gesagt die Turmuhr in Atem. Mal geht sie vor, mal geht sie nach – eine launische Diva eben.

Der Geologe Winfried Kuhn misst die Zeit in Jahrmillionen. Er streift durch das Appelbachtal, stets auf der Suche nach Fossilien und anderen Zeugen der Vergangenheit. Haifischzähne, Seekuhrippen erzählen von Zeiten, als hier noch ein Meer gegen den Strand brandete.

In der Ölmühle ist Zeit ein knappes Gut. Zumindest für all die, die hier arbeiten. Die Straußwirtschaft ist ein beliebtes Ausflugsziel. Die Gäste schätzen die lockere Atmosphäre sowie die schmackhaften Gerichte. Mühlenburger, Ochsensteak und Flammkuchen sind die Renner.

Hof Saatgut

Anette Köhr-Fischer hat sich mit ihrer Pension einen Traum erfüllt.

Auf dem Schneeberger Hof brauchte es seine Zeit bis eine Frau ihren Weg gefunden hat. Annette Köhr-Fischer wuchs auf dem Gehöft ihrer Eltern auf, wollte um nichts in der Welt den Hof übernehmen. Doch es kam anders. Nach der Katastrophe von Tschernobyl 1986 beherbergte sie jahrelang Kinder aus Weißrussland in ihrem Haus. So reifte allmählich der Gedanke, gemeinsam mit ihrem Mann eine Pension aus Scheune und Stall zu machen. "Saatgut" nannten sie ihre Unterkunft. Denn die Pension ist die Keimzelle für so manche Freundschaft, die hier im Laufe der Zeit entstanden ist.

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