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Landschaft - eingetaucht im Nebel

SENDETERMIN Fr, 24.11.2017 | 18:15 Uhr | SWR Fernsehen

Im Land der Eisenmacher Heiße Geschichten aus dem Hunsrück

Dreckig, staubig und unendlich laut. So ging es im Hunsrück rund um das Dorf Abentheuer vor 200 Jahren zu. Es wurde Stahl gekocht. Eisenhütten prägten damals die Region. Weite Flächen waren abgeholzt. Das Holz wurde gebraucht, um die Hochöfen zu befeuern. Köhler zogen durch das Land und hinterließen viele Tausend Meilerplätze. Doch dann war es plötzlich vorbei.

Ein Stück Industriegeschichte bewahren

Mitte des 19. Jahrhunderts verschwanden die Eisenmacher aus dem Hunsrück. Viele zog es ins benachbarte Saarland, wo effektiver und kostengünstiger produziert werden konnte. Die meisten Hütten wurden bis auf die Grundmauern abgebaut und so droht heute ein Stück Hunsrücker Industriegeschichte in Vergessenheit zu geraten.

Nahaufnahme eines Waldbodens

Schützenswerte und unberührte Natur im Nationalpark.

Wären da nicht Menschen wie Caspar Kampf. Der stammt aus einer alten Eisenmacherdynastie und versucht, das Erbe seiner Vorfahren in Abentheuer zu bewahren. Er renoviert Relikte aus dem Familienbesitz und macht sie dem Publikum zugänglich. Auch Edwin Bock ist ein Geschichtsbewahrer. Er baut mit Gleichgesinnten einen Meiler für das Köhlerfest, das alle drei Jahre in Langweiler stattfindet. Stefan Dehn aus Leisel hat sich ebenfalls dem alten Eisen verschrieben. Er renoviert die alten Öfen aus dem Hunsrück und verkauft sie als neue Prachtstücke.

Die Region rund um Abentheuer besinnt sich langsam aber sicher auf ihre alten Tugenden. Dazu gehört auch die Rettung der Hangmoore im Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Der Moorschützer Jan Hoffmann kümmert sich im Auftrag der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz vor allem darum, dass dieses einzigartige Stück Natur erhalten bleibt.